The Single Red Light

1915 · Colour Vision Lantern · Werk 1008 von 1.871

A darkened examination room of a shipping office at the Liverpool docks at dusk, on a bare oak table a flat round drum lantern about twenty-five centimetres across of brushed silver-grey sheet metal on three slender copper-coloured legs, on its top a plain cream-white ring around a copper knob, a small pointer and a round peephole, two side slide bars with copper grips, beneath it a black lamp socket with a brown cloth cable, from the peephole a single small red light falling on the table, a hand in a navy wool sleeve pushing a copper grip, peaked caps on hooks, beyond the window blue dusk and dark harbour cranes.

Wofür es benutzt wurde
Die Edridge-Green-Laterne prüfte das Farbensehen. In einer Schale sitzt eine Glühlampe; davor liegen nach Angaben des Optometry Museum & Archive 5 drehbare Scheiben mit kurzen Griffen, bestückt mit Farbfiltern, Blenden unterschiedlicher Größe sowie matten und geriffelten Gläsern, die Nebel und Regen nachstellen. Der Geprüfte sieht die jeweils eingestellte Farbe in einer einzigen Öffnung in der oberen Hälfte der Frontplatte. Frederick William Edridge-Green (1863–1953), Augenarzt, entwickelte die Prüfung 1891, während er das britische Board of Trade beriet, das Schwierigkeiten hatte, das Farbensehen von Seeleuten zu prüfen. Übernommen haben die Prüfung nach derselben Quelle die Royal Navy, die US Navy und mehrere Bahnverwaltungen.
Was daran neu war
Kennzeichnend ist, dass nicht die reine Farbunterscheidung geprüft wurde, sondern die Bedingungen mit: matte und geriffelte Gläser sollten Nebel und Regen nachbilden, unter denen ein Signal tatsächlich gesehen wird. Der Widerhaken liegt bei der Behörde, die er beriet. Das Board of Trade, von dem Edridge-Green die Übernahme erwartet hatte, führte die Laterne nicht ein: Es entschied sich für den Holmgren-Wolltest und führte 1913 eine eigene Laterne ein. Edridge-Green machte seinem Ärger 1912 und 1914 im British Medical Journal Luft. Dieselbe Quelle hält fest, dass Durchführung und Auswertung seiner Prüfung nie sauber festgelegt wurden — Edridge-Green habe gesagt, er prüfe so lange, bis er seiner Diagnose sicher sei.

Was die Quellen offenlassen: Das Jahr 1915 ließ sich keinem Ereignis zuordnen. Das Science Museum datiert sein Exemplar von Lawrence and Mayo auf "englisch, um 1915" bei einer Herstellungsspanne 1911–1920; das Optometry Museum & Archive datiert die Bauform auf die 1910er Jahre, sein eigenes Gerät aber auf um 1960 und nennt 1891 als Entwurfsjahr. Die Zahl der Blendenöffnungen und die Farben der Filter nennt keine der beiden Quellen.

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