Nasmyth Steam Hammer

1839 · Steam Hammer · Werk 101 von 1.871

Nasmyth Steam Hammer, 1839, Steam Hammer

A Nasmyth steam hammer poised above the anvil, tup suspended between heavy inverted-U frames, glowing forging held in long tongs beneath, Glasgow forge shop around it.

Wofür es benutzt wurde
Der Dampfhammer stand in Schmieden, die Stücke bearbeiteten, für die der Schwanzhammer zu klein war: Kurbelwellen, Schiffswellen, Anker, Radreifen. Ausgelöst hat ihn eine Bestellung: Francis Humphrys, Ingenieur der Great Western Steamship Company, brauchte 1839 für das Schaufelrad der Great Britain eine Welle, die keine englische Schmiede liefern konnte. Nasmyth zeichnete die Lösung am 24. November 1839 in sein Skizzenbuch; nach eigener Angabe lag sie gut eine halbe Stunde nach Humphrys' Brief fertig vor ihm. Gebraucht wurde sie nie: Die Reederei stellte das Schiff auf Schraubenantrieb um; Humphrys starb nach Nasmyths Bericht bald danach. Der erste laufende Hammer entstand nicht in Patricroft, sondern bei Schneider in Le Creusot. Nasmyth schrieb später, man habe dort von seinen Skizzen abgezeichnet; Bourdon bestritt das. Nasmyth patentierte erst im Juni 1842, nachdem er den Hammer in Frankreich im Betrieb gesehen hatte.
Was daran neu war
Nicht der erste kraftgetriebene Hammer, sondern der erste, dessen Schlag sich während der Arbeit regeln ließ: Hub und Wucht hingen am Dampfschieber, nicht an der Bauhöhe des Gestells, und dickes Werkstück verkürzte den Schlag nicht. Wer zuerst war, ist strittig. François Bourdon baute in Le Creusot vor 1842, Nasmyth patentierte danach; der Streit brach 1843 offen aus. Auch die patentierte Fassung war noch von Hand zu steuern; die selbsttätige Steuerung, die den Hammer zum Werkzeug der Serienfertigung machte, wird Robert Wilson zugeschrieben, den Nasmyths Partner Holbrook Gaskell damit beauftragte; ausgeführt hat sie Thomas Crewdson, patentiert ist sie 1847. Schon 1865 hielt der Zeitgenosse Thomas Smith Rowlandson den ursprünglich gebauten Hammer für praktisch unbrauchbar und kurz vor dem Aufgeben.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Begegnung mitCrystal Palace1851Nasmyths Dampfhammer war 1851 eines der Exponate der Great Exhibition, die am 1. Mai im Crystal Palace im Hyde Park öffnete und bis Oktober lief. Eine Aufnahme Claude-Marie Ferriers aus demselben Jahr zeigt ihn im zweiten Band der amtlichen Jurorenberichte.Beleg: Royal Collection Trust, RCIN 2800024: The Great Exhibition, 1851 - Steam Hammer by Nasmyth (Claude-Marie Ferrier, 1851) · Victoria and Albert Museum: The foundation of the V&A's Collections - the Great Exhibition of 1851

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