A bare interview room of the city police station in Berkeley in California on a bright spring morning, on a plain wooden table a recording apparatus, a long strip of soot-blackened paper running between brass rollers over a dark wooden base, three fine steel stylus arms resting on the soot, each scratching a single thin pale wavy line, rubber tubes leading from small brass drum capsules to a cloth arm cuff and a coiled corrugated rubber breathing tube lying on an empty wooden chair beside the table, a hand in a white shirt sleeve with a sleeve garter turning a brass crank, sunlight through a barred window throwing stripes across the floor.
Wofür es benutzt wurde
John A. Larson, als "Member of the Police Force, Berkeley, Cal." gezeichnet, beschrieb im Journal of Criminal Law and Criminology (Bd. 12, Heft 3, S. 390) einen Aufbau, der während der Befragung fortlaufend aufzeichnete: einen Erlanger-Sphygmomanometer für den Blutdruck, einen Pneumographen für die Atmung und Signalmagnete, die Zeit und den genauen Zeitpunkt jeder Frage auf zwei zusammenlaufenden Trommeln festhielten. Zahlenwerte für den systolischen Druck nahm er daneben mit einem Tycos-Sphygmomanometer und Stethoskop am anderen Arm. Larson schildert einen angewandten Fall: Diebstähle von insgesamt rund 600 Dollar unter 100 Mädchen, die in einem großen Wohnheim lebten. Etwa 25 wurden ausgewählt, die erste Reihe umfasste 12, drei davon wurden zur weiteren Prüfung zurückgestellt.
Was daran neu war
Neu gegenüber Marston war nach Larsons eigener Darstellung die fortlaufende Kurve: Der Erlanger-Apparat "has the great advantage that a continuous record can be taken", während Marston in Abständen tastend maß. Statt einzelner Zahlen entstand ein Streifen, auf dem Frage und Reaktion nebeneinanderstehen. Bei der schließlich Herausgegriffenen stieg der systolische Druck von 118 auf 148 mm Quecksilber. Einschränkungen nennt er selbst, wendet sie aber nicht gegen das Verfahren: Die Untersucher seien sich über die Genauigkeit des Instruments uneinig, das schade jedoch nicht, weil die Ergebnisse "qualitative and relative" seien; und der Blutdruck "may not be by any means the sole determining factor in making the interpretation", weil auch Unregelmäßigkeiten der Kurve Gewicht hätten. An Marston kritisiert er nur die Methode, nicht dessen Trefferquote von 100 Prozent.
Was die Quellen offenlassen: Die abgerufene Seite trägt die Jahreszahl 1922; Band 12, Heft 3 wird als Jahrgang 1921/22 geführt. Wo das Wohnheim lag, sagt der Aufsatz nicht — angegeben ist nur Larsons eigene Dienststelle in Berkeley. Von geräuchertem Papier ist im Text nicht die Rede; Larson spricht von einer Trommel und einem "paper record".