The Grey Balloon

1938 · Breath Alcohol Test Kit · Werk 1015 von 1.871

The front desk of a police station in New Jersey on a snowy night, under a green-shaded lamp on a wooden counter an open case with a blue-grey sheet-metal shell, in its left half a plain black panel, before it three bare glass ampoules of amber and clear liquid, a slim tube of pale violet liquid, a small glass funnel and a valve with a reddish-brown rubber hose, in its right half five plain cream boxes and a tall clear glass cylinder with chrome caps, a hand in a plain dark blue sleeve holding a limp grey rubber balloon to the hose, a fogged window with a red tail light beyond.

Wofür es benutzt wurde
Verkehrskontrolle in Indiana. Der Verdächtige blies in einen Gummiballon; die Luft wurde über Kaliumpermanganat mit Schwefelsäure geleitet, die Lösung verfärbte sich violett, und aus dem Farbton schätzte man nach einer Formel, die Rolla Neil Harger selbst aufgestellt hatte, den Blutalkohol. EBSCO gibt an, Harger habe das Gerät 1931 gebaut und 5 Jahre gebraucht, bis es patentiert war; der Geschichtsblog des Staates Indiana nennt 1936 als Patentjahr. Den ersten Polizeieinsatz datieren beide Quellen auf den 31. Dezember 1938 in Indianapolis. Harger lehrte von 1922 bis 1960 an der Indiana University School of Medicine und leitete sein Institut von 1933 bis 1956.
Was daran neu war
Kennzeichnend ist, dass Gerät und Rechenweg zusammen geliefert wurden: der Ballon allein misst nichts, erst Hargers Umrechnung machte aus einer Färbung eine Zahl für das Blut. Der Weg von dort in den Gerichtssaal lief über denselben Mann: der Geschichtsblog des Staates Indiana schreibt, Harger habe in einem Unterausschuss des National Safety Council an einem Gesetzentwurf mitgearbeitet, der chemische Tests als Beweismittel für Trunkenheit am Steuer zuließ. Der Erfinder des Messmittels half also, dessen Ergebnis zum Beweis zu machen. EBSCO zufolge blieb das Gerät bis in die 1950er Jahre der übliche Test am Straßenrand, bis Borkensteins Breathalyzer es ablöste.

Was die Quellen offenlassen: EBSCO nennt Kaliumpermanganat mit Schwefelsäure und das Baujahr 1931, der Indiana-Blog nur "eine chemische Lösung" und das Patentjahr 1936; beide meinen denselben Vorgang. EBSCO schreibt zusätzlich, Borkensteins Breathalyzer habe Infrarotspektroskopie benutzt - das steht gegen die Darstellung der McGill University (Kaliumdichromat, Photometer) und wurde hier nicht übernommen. Eine Probengröße nennt keine der Quellen.

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