1950 · Rectilinear Radioisotope Scanner · Werk 1017 von 1.871
A scanning room of a hospital in Sydney on a hot summer afternoon, frosted windows glowing white, an electric fan turning, beside an empty padded couch with a folded white sheet a waist-high green metal cabinet with chrome-framed panels, two round dials, plain with bare pointers, rows of small black knobs, from its left side a green swing arm holding a thick green cylindrical detector head over the pillow end of the couch, at its right a printing unit with a paper roller, on the paper a dense oval pattern of short dark strokes, a hand in a white coat sleeve feeding in a fresh sheet, every panel plain and unmarked.
Wofür es benutzt wurde
Schilddrüsenuntersuchung mit radioaktivem Jod. Nach der Gabe eines Radiopharmakons fährt ein kollimierter Natriumjodid-Detektor zeilenweise über den Patienten; aus seinen Impulsen entsteht, wie das Museum of Radiation and Radioactivity beschreibt, ein Bild auf Papier oder fotografischem Film. Die Bildqualität, von der die Deutung des Arztes abhing, richtete sich unter anderem nach der Größe der Punkte, nach dem Kollimatortyp, nach der verabreichten Aktivität und nach der Abtastgeschwindigkeit. Eine Studie im Journal of Nuclear Medicine von 1968 schreibt, Cassen habe die automatische Radioisotopen-Abtastung der Schilddrüse eingeführt, und nennt als erste Literaturstelle Cassen und Mitarbeiter, Nucleonics 1951.
Was daran neu war
Was das Gerät konnte, was ein feststehendes Zählrohr nicht konnte: nicht nur messen, wie viel Jod die Schilddrüse aufnimmt, sondern wo sie es aufnimmt - ein kalter Knoten wird als Loch im Punktraster sichtbar, nicht als niedrigere Zahl. Der Preis war, dass das Bild keine Abbildung ist, sondern ein Einstellungsergebnis: dieselben Punkte sagen bei anderem Kollimator und anderer Aktivität etwas anderes. Wie sehr das wog, zeigt die Antwort des Oak Ridge Institute of Nuclear Studies: Marshall Brucer ließ Mitte der 1950er Jahre Abtast-Phantome bauen, 1957 gab es davon genau 2, Anne und Bonnie, die an Kliniken in aller Welt verschickt wurden, damit diese die günstigsten Einstellungen ihrer Scanner finden konnten.
Was die Quellen offenlassen: Dünner Eintrag. Welchen Kristall Cassen benutzte, wie sein Gerät gebaut war und wie lange eine Abtastung dauerte, ist hier nicht belegt; mehrere Fachaufsätze waren nicht abrufbar. Die Beschreibung des Abtastverfahrens stammt aus einer allgemeinen Museumsdarstellung, nicht aus einer Beschreibung von Cassens Gerät. Werkjahr 1950, belegte Veröffentlichung 1951.