The Borrowed Echo

1953 · Ultrasound Echocardiography · Werk 1020 von 1.871

An examination room of a clinic in Lund on a late October afternoon, pale green walls, brown linoleum, low amber sunlight from a tall window, on a steel trolley a tall dark instrument case, its front almost black, near its top a small round-cornered screen with a bright green trace of upright spikes, before it a small black camera on a brass arm, below a plain dark strip and rows of small knobs and sockets, a cable running to a finger-thick cylindrical metal probe held in one hand, another hand in a white coat sleeve turning a knob, the cable leading off toward a couch edge with a white sheet.

Wofür es benutzt wurde
Herzdiagnostik in Lund. Inge Edler wollte Patienten mit Mitralstenose beurteilen, teilweise verbunden mit Mitralinsuffizienz. Carl Hellmuth Hertz wusste von einem Ultraschall-Prüfgerät aus der Werkstoffprüfung in einer Werft im Nachbarort, und die beiden liehen es sich an einem Wochenende im Mai 1953 aus; ein zweites Gerät kam von Siemens als einjährige Leihgabe nach Lund und wurde, wie Hektoen International schreibt, nie zurückgegeben. Die erste Aufzeichnung entstand am 29. Oktober 1953. Bei Erwachsenen arbeiteten sie mit 2,5 MHz, erzeugt von einem flachen Quarzkristall von 12 mm; das an jenem Mai-Wochenende gesehene bewegte Echo lag etwa 10 cm hinter dem Schallkopf an der Brustwand.
Was daran neu war
Was das Verfahren konnte: mit einer Filmkamera vor dem Oszilloskop die Bewegung einer einzelnen Herzstruktur fortlaufend über die Zeit aufzeichnen, als Kurve, nicht als Augenblicksbild. Die ersten Patientenergebnisse erschienen im März 1954 in den Verhandlungen der Kungl. Fysiografiska Sällskapet i Lund, 24(5):40-58. Der Widerhaken liegt in der Herkunft des Geräts: das Instrument, mit dem die Kardiologie sehen lernte, kam aus der Werkstoffprüfung, war geliehen und blieb es - die Leihgabe auf 1 Jahr lief nach Hektoen bis 1965, also 12 Jahre. Ein mechanisches Zweidimensionsgerät folgte 1960, ein Echtzeit-Herzscanner 1967; Edler und Hertz teilten sich 1977 den Lasker-Preis für klinische Forschung.

Was die Quellen offenlassen: Hektoen nennt die Werft nur als "a shipyard in a nearby town"; ein Firmenname steht dort nicht und wird hier deshalb nicht genannt. Im Fließtext heißt das Gerät "ultrasonic reflectoscope", im Literaturverzeichnis "ultrasound reflectoscope". Die Angabe, die Leihgabe sei bis 1965 im Einsatz geblieben, steht in einer Bildunterschrift.

Zum Weiterlesen