The Coulter Counter

1956 · Electronic Cell Counter · Werk 1021 von 1.871

A hospital haematology laboratory in Chicago on a winter evening, on a bench a flat black instrument box fifty centimetres wide with a grey-black lid, on its front a toggle switch, two narrow upright slot indicators and a square screen glowing green with a single bright line of tiny spikes, a large knurled knob with a plain smooth ring, beside it a glass sample stand on a chromed foot in a clear acrylic frame, a glass tube with stopcocks, orange rubber tubing, a small beaker of pale pink diluted fluid, a hand in a white coat sleeve turning a stopcock, an old brass microscope idle under a dust cover, one green-shaded lamp.

Wofür es benutzt wurde
Zellen zählen statt sie unter dem Mikroskop auszuzählen. Das Smithsonian beschreibt das Verfahren so: eine mit Teilchen beladene Flüssigkeit wird durch eine kleine Öffnung in einem Stromkreis gedrückt, jedes Teilchen verändert dabei den Strom, und daraus wird die Zahl der Teilchen bestimmt. Patent Nr. 2.656.508, "Means for Counting Particles Suspended in a Fluid", datiert auf den 20. Oktober 1953; eine Verbesserung von 1956 ergänzte ein Manometer, das ein genau bemessenes Flüssigkeitsvolumen durch die Öffnung bewegt. Das im Smithsonian erhaltene Model A von etwa 1973 stand in den 1970er und 1980er Jahren in der Tierhaltung der University of California, San Francisco. Beckman beschreibt, das Verfahren habe das arbeitsaufwendige und oft ungenaue Auszählen von Blutzellen von Hand abgelöst.
Was daran neu war
Kennzeichnend ist, dass nicht gesehen, sondern gemessen wird: das Zählmerkmal ist eine Stromänderung, also eine Verdrängung, keine Gestalt. Darin liegt die Stärke und zugleich die Grenze - unterschieden wird nach Größe, nicht nach Art, und der Patenttitel von 1953 spricht denn auch nicht von Blutzellen, sondern von "Particles Suspended in a Fluid". Die Verbesserung von 1956 setzte an der zweiten Schwachstelle an: solange das durch die Öffnung gezogene Volumen nicht genau bekannt ist, ist die Zahl der Teilchen keine Konzentration. Beckman beschreibt das Prinzip heute als die am weitesten verbreitete Methode, mikroskopische Teilchen in einer Flüssigkeit zu zählen und zu vermessen - das Hämatologiegerät hat sein Fach verlassen.

Was die Quellen offenlassen: Das Smithsonian-Objekt ist ein Model A von etwa 1973, nicht das Gerät von 1956; es belegt Patentnummer, Patentdatum und die Verbesserung von 1956. Preis, erste Verkaufszahlen und ein Zahlenvergleich der Zählgeschwindigkeit mit der Zählkammer sind durch die hier geöffneten Quellen nicht belegt; Beckman nennt dazu nur qualitative Angaben und keine Patentnummer. Der Fachaufsatz zur Firmengeschichte war nicht abrufbar.

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