The Glass-Fibre Gastroscope

1957 · Flexible Fibre-Optic Endoscope · Werk 1023 von 1.871

A small examination room of a university hospital in Michigan on a snowy February morning, on a steel trolley spread with white linen a slender flexible gastroscope just under one metre long in a wide loose loop, its thin tube sheathed in fine silver- grey braid, at one end a short chromed tip with ring grooves glowing with a tiny point of light, at the other a cylindrical chrome eyepiece head with two knurled knobs and a dark blue-black eye cup with a green inner rim, a hand in a white coat sleeve lifting the eyepiece, a lamp box with a black cable, a dish of slender glass rods, frosted window light.

Wofür es benutzt wurde
Spiegelung von Magen und Zwölffingerdarm. Nach der Darstellung des amerikanischen Nationalen Instituts für Medizin prüfte Basil Hirschowitz im Februar 1957 das erste arbeitsfähige Gerät an sich selbst und benutzte es wenige Tage später bei einem Patienten mit Zwölffingerdarmgeschwür. Das Smithsonian datiert die Entwicklung auf 1957 an der University of Michigan, zusammen mit C. Wilbur Peters und Lawrence E. Curtiss, und das kommerzielle Modell auf 1960, gebaut mit American Cystoscope Makers, Inc. (ACMI); auf dem Deckelschild des erhaltenen Kastens steht "HIRSHOWITZ GASTRO-DUODENAL FIBERSCOPE / American Cytoscope Makers, Inc." Das ACMI-Modell 4990 entstand nach 4 bis 5 Monaten Verbesserungsarbeit; erste Ergebnisse erschienen im Mai 1961 im Lancet.
Was daran neu war
Was es konnte, was der Vorgänger nicht konnte: sich auf ganzer Länge biegen. Wolfs zunächst auf ganzer Länge biegsames Linsengastroskop hatte sich nicht durchgesetzt; das Gastroskop nach Wolf-Schindler war halbstarr, hinten starr und vorn biegsam, und musste im Magen gerade liegen, weil in seinem Schaft, so Hirschowitz, "50 or more lenses spaced along the shaft" untergebracht waren. Das Faserbündel braucht keine Linsenreihe. Die Hürde war das Übersprechen zwischen benachbarten Fasern; Curtiss, damals Student im Grundstudium, löste sie bis Dezember 1956, indem er - wie Hirschowitz 1979 beschrieb - einen Stab aus optischem Glas in einem Rohr aus Glas mit niedrigerem Brechungsindex schmolz. Der Widerhaken: William Haubrich erinnerte sich an das Bild des ersten Faserskops mit den Worten "[v]ivid it was not" - das bewegliche Gerät zeigte anfangs weniger als das Linsen-Prismen-Gastroskop.

Was die Quellen offenlassen: Die Faserzahl des Bündels und der Faserdurchmesser stehen weder beim Smithsonian noch in der hier gelesenen Darstellung; Produktionszahlen und Preise ebenfalls nicht. Das Smithsonian nennt das Gerät an einer Stelle "gastroduo-denal fluoroscope", was ein Schreibfehler für fiberscope sein dürfte. Haubrichs Urteil ist eine Erinnerung von 1987 an den Prototyp, kein zeitgenössisches Urteil.

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