1957 · Continuous-Flow Chemical Analyser · Werk 1024 von 1.871
A clinical chemistry laboratory in a New York hospital on a bright spring morning, along a bench a row of chocolate-brown instrument boxes joined by tubing, first a brown cube with a silver turntable holding a ring of small cups of pale straw-yellow serum and a curved metal arm dipping into one cup, then a pump with clear plastic tubes carrying liquid segments parted by tiny air bubbles, a glass coil in a water bath, at the end a recorder feeding out a plain pale paper strip with a single wandering red line, a hand tearing off the strip, behind a row of empty laboratory stools, sunlight across the floor.
Wofür es benutzt wurde
Klinisch-chemische Routineuntersuchungen. Eine Schlauchquetschpumpe zieht Proben- und Reagenzströme durch das Gerät, ein Durchfluss-Dialysator entfernt Eiweißmoleküle, die die Reaktion zwischen Probe und Reagenz stören könnten, und ein Spektralphotometer mit Durchflussküvette verfolgt die Reaktion. Luftblasen werden in den Strom eingeführt und trennen die Proben voneinander. Technicon brachte den Auto Analyzer 1957 heraus und verkaufte ihn als vollständiges System aus Gerät, Reagenzien und Unterweisung, über eigene Außendienstleute und mit einer einwöchigen Pflichtschulung für die Käufer.
Was daran neu war
Kennzeichnend war, dass die Proben nicht einzeln abgearbeitet, sondern hintereinander durch dieselben Schläuche geschickt wurden, durch Luftblasen getrennt. Edwin C. Whitehead, Mitgründer von Technicon, schreibt, die Einführung 1957 habe den Charakter des klinischen Labors tiefgreifend verändert und binnen 10 Jahren eine Verhundertfachung der Zahl der Laboruntersuchungen erlaubt. Zwei Widerhaken: Technicon hatte das Angebot 1950 versehentlich liegen lassen und erst 1953 lizenziert, für 6.000 Dollar Anzahlung und 3 % Lizenzgebühr, und schätzte den Markt damals auf 250 Geräte - später wurden weltweit mehr als 50.000 Auto-Analyzer-Kanäle in Gebrauch geschätzt. Und die Blasen trennten nie ganz: die Verschleppung hängt nach Whitehead von Blasenbildung und -größe, Schlauchdurchmesser und Pumprhythmus ab.
Was die Quellen offenlassen: Die Angaben stammen aus dem Bericht von Technicon-Mitgründer Whitehead, nachgedruckt im Auszug eines Wiley-Fachbuchs, also aus Herstellersicht; einen Durchsatz in Proben je Stunde nennt er nicht. Die Zahl von mehr als 50.000 Kanälen und die 250 Geräte von 1953 sind dort ausdrücklich Schätzungen. Die Jahreszahl 1957 bezeichnet dort die Markteinführung durch Technicon. Skeggs' eigene Veröffentlichung von 1957 wurde hier nicht geöffnet und deshalb nicht angeführt.