1958 · Scintillation Gamma Camera · Werk 1025 von 1.871
A medical physics laboratory in Berkeley in California on a late summer afternoon, on a three-legged foot an upright steel column carrying a thick cylindrical detector head of grey metal with brackets and cables, pointing straight down at a clear acrylic cylinder of water on a small table, beside it a tall pale grey electronics cabinet with a round dark screen near its top showing a scatter of tiny green-white points of light, two rows of black knobs, a plain pale dial with a bare pointer, a hand in a rolled white shirt sleeve turning one knob, black cables across the concrete floor, a window onto dry golden hills.
Wofür es benutzt wurde
Nuklearmedizinische Aufnahmen. Statt zeilenweise abzutasten, nimmt die Kamera das ganze Feld auf einmal auf. Nach der Darstellung von William Myers im Journal of Nuclear Medicine war der Kristall aus thalliumdotiertem Natriumjodid nur 4 Zoll (10 cm) im Durchmesser und etwa 6 mm dick; er wurde über einen flüssigen Lichtleiter von 7 Photomultipliern betrachtet, eine Signalmatrix steuerte einen Oszillographen, und das Bild entstand als weiße Punkte auf Polaroid-Film, die zum Bild zusammenliefen. Die erste Veröffentlichung zeigte 4 Aufnahmen menschlicher Schilddrüsen mit Jod-131.
Was daran neu war
Was sie konnte, was der Zeilenscanner nicht konnte: das ganze Organ gleichzeitig aufnehmen und damit Verlaufsuntersuchungen der Organfunktion praktisch machen - bei einem Scanner, der Zeile für Zeile arbeitet, ist das Bild am Ende nicht mehr derselbe Augenblick wie am Anfang. Der Aufsatz "Scintillation Camera" umfasste 7 Seiten und erschien im Januar-Heft 1958 der Review of Scientific Instruments; gezeigt wurde das Gerät im Juni 1958 auf der 5. Jahrestagung der Society of Nuclear Medicine in Los Angeles. Der Widerhaken liegt am Anfang: der erste Prototyp war 1952 fertig, aber so unempfindlich, dass er Belichtungszeiten von einer Stunde und mehr brauchte. Das Gerät, das später die Verlaufsuntersuchung möglich machte, war zunächst sehr langsam.
Was die Quellen offenlassen: Zwei Aufsätze im Journal of Nuclear Medicine datieren Verschiedenes: den ersten Prototyp auf 1952, den bis heute gebräuchlichen Aufbau auf Ende 1956 und die Veröffentlichung auf Januar 1958. Das ist eine Abfolge, kein Widerspruch. Die Kristalldicke von 6 mm steht bei Myers ausdrücklich in Klammern, im Text wie in der Bildunterschrift zu Abb. 2; verlesen ist im Scan nur die Zollangabe davor.