The Holter Recorder

1962 · Ambulatory ECG Tape Recorder · Werk 1027 von 1.871

A sales office in Los Angeles on a warm late afternoon, sun through venetian blinds laying bright stripes across a grey steel desk, a man in a short-sleeved white shirt standing at the desk seen from directly behind, face turned fully away, on his belt at the back a flat brown grained plastic case ten centimetres across with gold slide catches and a gold belt clip, two thin grey wires rising from it under the shirt, on the desk a second case lying open with its lid tilted away, a brushed aluminium deck with two small plain tape reels, one clear and one dark, a tape head and a rubber pinch roller.

Wofür es benutzt wurde
Elektrokardiogramm über einen ganzen Tag, am Patienten im Alltag statt auf der Liege. Das Findmittel des Smithsonian zu den Unterlagen von Del Mar Avionics beschreibt den Weg dorthin: um 1947 brauchte Norman Jefferis Holter für die drahtlose Übertragung eines Radioelektrokardiogramms 80 bis 85 Pfund Ausrüstung, auf dem Rücken getragen; 1952 gelang ihm ein kleines Gerät von etwa 1 Kilogramm. Mit sehr dünnem Magnetband ließen sich 24 Stunden Aufzeichnung auf einer Spule von 5 Zoll Durchmesser unterbringen. 1962 führte Wilford Glassock das System am Cedars of Lebanon Hospital vor, und Eliot Corday brachte Holter mit Bruce Del Mar zusammen; im Bestand liegt eine Lizenzvereinbarung vom 19. April 1962.
Was daran neu war
Kennzeichnend ist nicht das Aufzeichnen, sondern das Wiederfinden. Ein Tagesband ist wertlos, wenn es einen Tag zu lesen braucht; das AVSEP-Verfahren machte es nach dem Smithsonian möglich, 24 Stunden Aufzeichnung in 20 Minuten durchzusehen. Der Widerhaken ist der lange Weg bis zum Minimonitor in Serie: zwischen dem Rucksackgerät von etwa 1947 und dem Beginn der Serienfertigung des Minimonitors AVSEP, Jr. im Jahr 1969 liegen rund 22 Jahre, und selbst nach dem 1 Kilogramm schweren Gerät von 1952 noch 17. Das Patent US 3.215.136 für Holter und Glassock wurde am 2. November 1965 erteilt; den Minimonitor von 1968 beschrieb Holter nach dem Findmittel als so groß wie eine Zigarettenschachtel.

Was die Quellen offenlassen: Zum Gewicht des Geräts von 1947 nennt der British Columbia Medical Journal 38 kg, das Smithsonian 80 bis 85 Pfund - dieselbe Größenordnung in zwei Einheiten, kein Widerspruch. Das Jahr 1962 ist in den hier geöffneten Quellen nur durch die Vorführung von Glassock und eine Lizenzvereinbarung vom 19. April 1962 im Bestand belegt, nicht durch eine Markteinführung. Ein Vervielfachungsfaktor für die Schnelldurchsicht steht in keiner der Quellen.

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