The Breathalyzer

1963 · Photoelectric Breath Alcohol Meter · Werk 1028 von 1.871

The front bench seat of a patrol car at a roadside in Indiana on a rainy night, on the seat an opened case of hammered grey-green lacquered metal with a chrome bar inside its lid, its cream-white front plate lit by a flashlight beam, at the top a black holder with a small window onto a glass ampoule of clear yellow-orange liquid, a red and a green pilot lamp, in the middle a plain cream arc with a bare red pointer, a rotary selector at the right, a brass nozzle with a coiled clear tube, a hand in a dark navy jacket sleeve turning the selector, rain streaking the windscreen, blurred headlights beyond.

Wofür es benutzt wurde
Blutalkoholbestimmung aus der Atemluft durch die Polizei. Das Science Museum führt einen "Breathalyzer, model 900" der Stephenson Corporation, New Jersey, 1963-1964, Objektnummer 1985-2197. Nach der ausführlichen Darstellung der National Safety Council arbeitete das Verfahren so: eine abgemessene Probe von 52,5 ml Luft vom Ende der Ausatmung, nach dem Verhältnis 2100:1 einem Vierzigstel Milliliter Blut (25 µl) gleichwertig, strömt durch eine Ampulle mit 0,025 % Kaliumdichromat in 50 % Schwefelsäure; der Alkohol wird innerhalb von 90 Sekunden zu Essigsäure oxidiert. 2 Ampullen, 2 Blaufilter und 2 Photozellen speisen ein Galvanometer; die Lampe wird verschoben, bis beide Zellen im Gleichgewicht sind, und der Weg der Lampe ist der Messwert.
Was daran neu war
Kennzeichnend ist, dass der Messwert nicht von der Lichtquelle abhängt. Weil gegen eine Vergleichsampulle auf Null abgeglichen wird, bleiben Helligkeit, Alter der Lampe und Netzspannung nach derselben Darstellung ohne Einfluss. Der Prototyp entstand im Februar 1954 in etwa 2 Wochen und wurde im Oktober 1954 auf dem National Safety Congress in Chicago öffentlich vorgeführt; die erste begutachtete Veröffentlichung folgte erst 1961. Der Widerhaken: von 1955 bis 1999 wurden über 30.000 Geräte aller Modelle gebaut und verkauft, und in Hunderten von Berufungsurteilen wurde nie das Messprinzip erfolgreich angegriffen, sondern Handhabung und Umstände - ungeschulte Bediener, fehlende Nachweise zur Güte der Reagenzien, fehlender Nachweis ausreichender Wartezeit für Mundalkohol. 1982 geriet das Modell 900A wegen Störungen durch Funkwellen in die Kritik.

Was die Quellen offenlassen: Die NSC-Darstellung nennt für das Modell 900 kein Jahr; das Science Museum datiert sein Exemplar auf 1963-1964. Zur Grand-Rapids-Erhebung widersprechen sich zwei gelesene Quellen: NSC nennt Erhebung 1962-1963 und Veröffentlichung 1964, das Findmittel der Indiana University nennt 1967-1968. Zum Umfang nennt NSC 2 Zahlen, die Verschiedenes zählen: 12.000 Fahrer nach Barbara Castle, rund 8.000 Unfälle nach einem Nachruf.

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