1980 · Home Blood Glucose Meter · Werk 1038 von 1.871
The kitchen table of a terraced house in England on a winter evening, under a hanging lamp a small cream-grey plastic case with its lid open, its inner lid plain dark blue, inside a black meter about thirteen centimetres long with a smoked glass window with a soft even red glow, a small slide switch, a narrow slot and a round red push button, every part plain and smooth, a thin strip with a small orange-grey pad lying half inserted in the slot, the chair pushed back from the table, beside the case a plain glass tube of strips, a cotton wool ball, a glass of water, frost on the dark window.
Wofür es benutzt wurde
Ein Reflexionsfotometer, mit dem Menschen mit insulinbehandeltem Diabetes ihren Blutzucker in der eigenen Wohnung messen und danach die Insulindosis stellen. Clarke und Foster nennen für 1980 den Ames Dextrometer, "the first meter with a digital display", und für 1981 den Glucometer I. Dass solche Geräte für die Wohnung verkauft wurden, zeigt eine australische Marktprüfung vom 8. August 1981: von den 7 damals erhältlichen Geräten galten Reflomat und Eyetone den Prüfern als Krankenhausgeräte, "The Ames Dextrometer, the Hypo-Count and both Stan Clark R.A.H.C. Glucose Testers were all adequate for home glucose monitoring." In einer französischen Befragung von 1983 zogen die meisten von 20 insulinpflichtigen Patienten den Glucometer dem abgelesenen Teststreifen vor.
Was daran neu war
Die Verlagerung war zuerst mit Klinikgeräten erprobt. Sönksen, Judd und Lowy ließen 1978 im Lancet 64 Patienten mit Dextrostix und einem Eyetone selbst messen; 64 Prozent hielten "good" control über Zeiträume bis zu 478 Tagen, und 92 Prozent hätten ein eigenes Gerät gekauft, "if the price was right". Walford, Gale, Allison und Tattersall berichteten im gleichen Heft über 69 Patienten mit einem Reflomat und forderten: "Smaller and more portable machines will make the technique more widely applicable." Ob das Gerät nötig war, bestritten Zeitgenossen: Willms und Unger schrieben 1982, die Reflektometer böten "not offer any significant advantages over the visual Haemo-Glukotest 20-800 readings". Clarke und Foster halten 2012 fest, der größte Posten sei ohnehin der Teststreifen; Geräte würden oft verschenkt.
Was die Quellen offenlassen: Preis und Messdauer des Dextrometer und des Glucometer I von 1980/81 sind nicht belegt. Die Streifen- und Gerätepreise bei Clarke und Foster sind Zahlen von 2012, nicht von 1980. Clarke und Foster widersprechen sich beim Dextrostix selbst: der Text nennt 1965, die Tabelle 1964. Die klinischen Arbeiten wurden nur als Zusammenfassung in PubMed gelesen, nicht im Volltext.