The Paper Strip

1980 · Electronic Fetal Monitor · Werk 1039 von 1.871

A hospital delivery room in England at night, a fetal monitor on its trolley one metre twenty tall, a desk-shaped housing with a taupe-brown metal lid and a cream-white front of modules with small knobs and push buttons, their small windows dark, at its right a recorder from which a plain pale pink paper strip with a single drawn wavy line spills in folds to the floor, below a brown drawer with grey cables, two round blue sensor discs on a fabric belt at the foot of a freshly made delivery bed, its white sheet smooth and tight, a midwife's hand in a pale blue sleeve tearing off the strip, dim lamplight.

Wofür es benutzt wurde
Der Kardiotokograph: die Herzfrequenz des Kindes, abgenommen mit einem Doppler-Schallkopf auf dem Bauch oder einer Elektrode auf der Kopfhaut, und die Wehentätigkeit, abgenommen mit einem Wehenaufnehmer auf dem Bauch, laufen als zwei Kurven untereinander auf denselben Papierstreifen. Gebraucht wurde er im Kreißsaal zur Dauerüberwachung unter der Geburt. Hewlett-Packard brachte das Gerät 1968 aus der Entwicklung in Böblingen mit Konrad Hammacher heraus - nach dem HP-Archiv "the world's first non-invasive electronic fetal heart monitor". Wie verbreitet die Methode um 1980 war, gibt die amerikanische Gesundheitsstatistik an: "Electronic fetal monitoring (EFM) was used for 47.7 percent of live births".
Was daran neu war
Kennzeichnend ist das Nebeneinander: Herzschlag und Wehe auf einem Streifen, sodass der Abfall nach der Wehe sichtbar wird. Dafür wurde bezahlt. Die Cochrane-Übersicht von 2013 fasst 13 Studien mit über 37.000 Frauen zusammen, von denen nur 2 als hochwertig galten, und findet gegenüber dem Abhören "no significant improvement in overall perinatal death rate" (Risikoverhältnis 0,86; Konfidenzintervall 0,59 bis 1,23), halbierte Anfälle beim Neugeborenen (0,50; 0,31 bis 0,80), "no significant difference in cerebral palsy rates" (1,75; 0,84 bis 3,63) und eine Zunahme der Kaiserschnitte (1,63; 1,29 bis 2,07). Die AAFP rechnete 2009 aus der Vorfassung von 2006 um: 661 Überwachungen je verhindertem Anfall, 20 je zusätzlichem Kaiserschnitt.

Was die Quellen offenlassen: Zitiert ist die Cochrane-Fassung pub2 von 2013; eine neuere Fassung existiert. Die Papiergeschwindigkeiten von 1, 2 oder 3 cm/min stehen in der FIGO-Leitlinie von 2015, nicht in einer Quelle der Zeit; für das HP 8020A ist kein Vorschub belegt. Die Originalarbeiten von Hon, Hammacher und Caldeyro-Barcia wurden nicht geöffnet, daher steht hier kein Zitat von ihnen. Stückzahlen: nicht belegt.

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