1907 · Automatic Resuscitation Apparatus · Werk 1041 von 1.871
The miners' changing hall of a Ruhr coal mine on a winter dawn, work clothes hanging from roof chains, on a wooden bench an opened resuscitation case, a worn honey-brown wooden box sixty-six centimetres long with two brass catches, in the raised lid a plain cream rubber bag and a black leather pouch, in the box a round gauge with a white dial, plain with a bare pointer, an oblong housing with a raised cover of glowing yellow-orange celluloid, brass pipes, two dark cloth-wrapped hoses to a metal breathing mask held by hands in brown leather sleeves, an empty canvas stretcher with a grey blanket beside the bench, warm lamplight.
Wofür es benutzt wurde
Der Pulmotor der Drägerwerke in Lübeck: ein mit Sauerstoff aus der Druckflasche betriebenes Wiederbelebungsgerät im Tragekasten, mit Druckminderer, Steuerventil, Blasebalg und einem Kipphebel, der die Aufschriften "PULMOTOR" und "INHALATION" trug. Es blies Gas ein, bis ein eingestellter Lungendruck erreicht war, und schaltete dann auf Ausatmung; versagte der Selbstbetrieb, ließ es sich von Hand bedienen. Gedacht war es nach dem Wood Library-Museum für Verunglückte in Bergwerken, benutzt wurde es auch bei Rauchgasvergiftung, Ertrinken und Stromschlag. Das Deutsche Patent- und Markenamt nennt als ersten Einsatz die Berliner Feuerwehr 1907; die geschulten Bergleute hießen "Draegermen".
Was daran neu war
Kennzeichnend war der selbsttätige Wechsel. Das Wood Library-Museum nennt es "the first artificial respiration device that could automatically deliver gas and/or air at specific volumes", das Patentamt schreibt, es habe "alternately generated positive and negative airway pressure". Eine ältere Verwandtschaft ist ausdrücklich belegt: Warren veröffentlichte 1919 in den Annals of Medical History einen Aufsatz unter dem Titel "The 'Pulmotor' of the Eighteenth Century", und Schäfers Handgriff von 1904 ist 3 Jahre älter als das Gerät. Das Urteil kehrte sich um. 1910 fand ein amerikanischer Versuch das Gerät nach demselben Museum unter bestimmten Umständen wirksamer als die üblichen Handgriffe; 1943 erschien in Science Yandell Hendersons Aufsatz "THE RETURN OF THE PULMOTOR AS A 'RESUSCITATOR': A BACK-STEP TOWARD THE DEATH OF THOUSANDS" (98:547-551).
Was die Quellen offenlassen: Hans Schröder als Entwickler steht in keiner der 4 geöffneten Quellen; Patentamt, Firma, Wood Library-Museum und AARC nennen Johann Heinrich Dräger. Eine Jahresangabe 1908 wurde nirgends gelesen, also wird auch kein Widerspruch behauptet. Hendersons Aufsatz von 1943 ist nur über das Literaturverzeichnis von Baker (1971) belegt und nicht im Original gelesen. Drücke, Stückzahlen und Preise: nicht belegt.