The Diagonal Cabinet

1928 · Electrosurgical Generator · Werk 1045 von 1.871

An operating theatre of a Boston hospital on an early October morning, white tiled walls, an operating lamp glowing overhead, an operating table under smooth white sheets, beside it a hip-high cabinet on four castors, its front and doors veneered in honey-coloured wood laid in diagonal stripes, on top a sloping panel with four lever switches with black ball grips and a row of sockets, from one side a curved tube mast carrying black cables in a high arc to a slender hand electrode with a bent black grip, held by a hand in a pale rubber glove above a steel trolley, a round foot switch on the tiled floor.

Wofür es benutzt wurde
Ein Hochfrequenzgenerator für die Chirurgie. Cushing setzte ihn nach der Yale-Bibliothek, der Jefferson-Darstellung und Tudor u. a. am 1. Oktober 1926 im Peter Bent Brigham Hospital in Boston erstmals in der Neurochirurgie ein - bei einem Kranken, dessen Geschwulst er 4 Tage zuvor wegen starker Blutung nicht hatte entfernen können; die Darstellung der Jefferson-Universität nennt einen 64-jährigen Papiermacher, dessen Hämoglobin nach dem gescheiterten ersten Eingriff auf 2,8 gefallen war. Die Arbeit dazu erschien 1928: Cushing und Bovie, "Electro-surgery as an aid to the removal of intracranial tumors. With a preliminary note on a new surgical-current generator by W.T. Bovie", Surgery, Gynecology and Obstetrics 47:751-784. Die Handelsform entwickelte nach der Jefferson-Darstellung die Liebel-Flarsheim Company in Cincinnati, der Bovie das Patent übertrug.
Was daran neu war
Kennzeichnend sind zwei Stromarten in einem Schrank. Bovies Patent, am 18. Januar 1928 angemeldet und am 14. Juli 1931 als US 1.813.902 erteilt, beschreibt "means for producing a variety of types of high frequency electric current": mit kleiner Kapazität eine Entladung, die "relatively constant and the oscillations relatively undamped" ist, mit größeren Kondensatoren einen "highly damped high frequency current which readily dries up tissue". Damit ließ sich schneiden und im selben Zug "seal the severed capillaries". Vorläufer sind benannt: nach der Jefferson-Darstellung prägte Clark den Begriff "desiccation", Rivière bemerkte die Koagulation an der eigenen Hand, Doyen legte eine Erdungsplatte unter den Kranken. Bezahlt wurde am Operationstisch: Tudor und Mitarbeiter schreiben, Kraniotomien seien dadurch größer und die Operationszeit "esentially longer" geworden.

Was die Quellen offenlassen: Den Verkauf der Patentrechte für 1 Dollar nennt die Jefferson-Darstellung mit Verweis auf Massarweh u. a. (2006), nicht im Original gelesen; das Patent belegt nur die Übertragung an Liebel-Flarsheim, ohne Preis. Zur Krankheit des ersten Falls widersprechen sich die Quellen: Myelom bei Jefferson (2011), Meningeom bei Ellis (2009). Bovies Fach wird dreifach verschieden angegeben. Cushing und Bovie 1928 wurde nicht im Original gelesen.

Zum Weiterlesen