The Oilcloth Bellows

1929 · Pneumatic Artificial Larynx · Werk 1047 von 1.871

A sound laboratory high in a New York office building on a bright winter morning, steel-framed windows onto snowy rooftops, walls hung with grey felt, on a bare oak table a wedge-shaped bellows thirty-one centimetres long, its top a dark brown grained plate edged with a row of small nail heads and fitted with a short chrome spout, its sloping sides of creased yellowish oilcloth, beside it the voice unit, a short chromed cylinder with two dark knobs, a small right-angled tube and a curved amber translucent mouth tube, steel tuning forks in a wooden stand behind, a hand in a grey suit sleeve pressing down on the bellows.

Wofür es benutzt wurde
Nach einer Kehlkopfentfernung blieb den Operierten keine Stimme. Das Modell 2A der Bell Laboratories gab sie mechanisch zurück: Ein Gummischlauch führte die Atemluft aus der Öffnung am Hals zu einer schwingenden Metallzunge, ein zweiter Schlauch leitete den Ton in den Mund, wo Zunge und Lippen daraus Sprache formten. Western Electric fertigte das Gerät, die Betriebsgesellschaften des Bell-Systems gaben es zum Selbstkostenpreis ab. Das Smithsonian führt ein Exemplar mit Blasebalg.
Was daran neu war
Pneumatische Sprechhilfen gab es seit Czermak 1859 und seit Gussenbauer, der dem ersten Kehlkopflosen Billroths 1873/74 ein Rohr mit Zunge auf die Trachealkanüle setzte; ein Übersichtsaufsatz nennt solche pneumatischen Geräte experimentell, auf einzelne akademische Einrichtungen beschränkt und wegen ihrer Unhandlichkeit kaum genutzt. Kennzeichnend für das 2A war der Apparat dahinter: Eine Telefongesellschaft baute es und verteilte es über ihre Anschlussfirmen. Der Bell Laboratories Record berichtet 1960, zuerst habe man gespannte Gummibänder als Schwinger versucht und als unbrauchbar verworfen, bevor die Metallzunge kam.

Was die Quellen offenlassen: Das Smithsonian datiert das Objekt auf „c. 1928" und verweist auf eine Western-Electric-Schrift von 1929; der Bell Laboratories Record nennt 1930 als Beginn der Fertigung. Den Blasebalg nennt nur der Objekteintrag, nicht der Aufsatz von 1960. Riesz' Originalveröffentlichung war nicht einsehbar, ebenso wenig die Patentschrift 1.910.866.

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