The Orange Bellows

1950 · Volume-Controlled Ventilator · Werk 1054 von 1.871

A ward of a hospital in Stockholm on a winter morning before sunrise, deep blue light and snow on the window ledges, one warm ceiling lamp, beside an empty made bed a shoulder-high cabinet of pale green sheet metal with chipped paint on four castors, a sloping control strip with six black ribbed knobs and two round dials, plain with bare pointers, on top a chrome frame holding a tall glass cylinder with an orange-red rubber bellows half risen inside, a pink-red cap, valves, black corrugated hoses laid over the edge of the bed, every front plate plain and blank, a nurse's hand in a white sleeve turning a knob.

Wofür es benutzt wurde
Die eiserne Lunge zog den Brustkorb von außen auseinander. Carl Gunnar Engström meldete 1950 ein Gerät zum Patent, das Luft über einen Tubus in der Luftröhre direkt in die Lunge drückte. Ein Zylinder-Pumpen-System gab ein vorher eingestelltes Volumen ab, Volumen und Frequenz ließen sich an einem Rad einstellen. Das Science Museum vermerkt zum Modell 150, es habe nach der Kopenhagener Polio-Epidemie von 1952 weite Verbreitung gefunden und habe auch eine Kürass-Beatmung antreiben können.
Was daran neu war
Kennzeichnend war die Steuerung über das Volumen statt über den Druck: LITFL beschreibt es als volumengesteuert, mit wirksamer Kontrolle des abgegebenen Gasvolumens. Das Wood Library-Museum hält fest, es sei das erste maschinelle Beatmungsgerät gewesen, das zugleich Inhalationsnarkotika abgeben konnte. Damit wanderte die Maschine aus dem Seuchensaal in den Operationssaal: Was für Gelähmte gebaut war, wurde zum Narkosegerät. Das ältere Verfahren verdrängte es nicht ganz — das Gerät konnte den Kürass, also die Unterdruckbeatmung, selbst antreiben.

Was die Quellen offenlassen: Das Patentjahr 1950 nennt der Text des Schwedischen Instituts. Das Science Museum datiert das Modell 150 in der Kopfzeile auf 1955-1970, im Beschreibungstext auf 1951-1969 — die Seite widerspricht sich selbst. Eine Angabe von 52 % Überleben bei 522 Patienten aus einem inzwischen entfernten Beitrag der Association of Anaesthetists ließ sich nicht mehr prüfen. LITFL datiert das Patent auf 1951.

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