1951 · Cobalt-60 Teletherapy Unit · Werk 1055 von 1.871
A treatment room of a university hospital in Saskatoon on a November evening, thick walls of bare concrete painted cream, a small deep window of greenish lead glass glowing with the lit control room beyond, on a tall black column a black lacquered box-shaped yoke holding a heavy cylindrical treatment head half a metre across, tilted steeply downward, a polished chrome ring around its face and a squared collimator block below, at its side a short black operating lever, beneath it a narrow couch with a smooth white sheet, empty, a slender hand in a white laboratory coat sleeve resting on the lever, every panel plain and smooth.
Wofür es benutzt wurde
Röntgenröhren erreichten tiefliegende Tumoren schlecht. Eine Kobalt-60-Quelle lieferte Strahlung, die auch tiefliegende Tumoren erreichte. Am Ontario Institute of Radiotherapy in London, Ontario, behandelte Ivan Smith am 27. Oktober 1951 einen Patienten mit einem Gerät, das er zusammen mit Roy Errington von Eldorado Mining and Refining entwickelt hatte; das Krankenhaus gibt für die Maschine 16 neue Patienten im Monat an. In Saskatoon behandelte die dort gebaute Anlage nach 11 Wochen Kalibrierung am 8. November 1951 ihren ersten Patienten.
Was daran neu war
Wer zuerst war, war schon 1951 strittig: Die Universität Saskatchewan zeigt einen Leitartikel des Saskatoon Star-Phoenix, der der Darstellung des London Free Press widerspricht, London habe die weltweit erste Kobaltbombe; das Londoner Krankenhaus nennt die Behandlung vom 27. Oktober 1951 bis heute die weltweit erste mit Kobalt-60. In Saskatoon lag das Gewicht nicht allein auf der Quelle, sondern auf der Messung: Sylvia Fedoruk vermaß für ihre Magisterarbeit die Tiefendosis, 11 Wochen lang, bevor der erste Patient kam. Erst damit war bekannt, wie viel Strahlung in welcher Tiefe ankam. Das Londoner Gerät hieß „Cobalt Bomb" oder „Peace Bomb", förmlich Eldorado A; auch die Saskatooner Anlage nannte man „Kobaltbombe".
Was die Quellen offenlassen: Beide Darstellungen stammen von den beteiligten Einrichtungen. Das Datum des Star-Phoenix-Leitartikels gibt die Universität Saskatchewan an einer Stelle mit dem 7. März, an anderer mit dem 7. November 1951 an — die Seite widerspricht sich selbst. Den Namen des Londoner Patienten nennt das Krankenhaus nicht; die Quelle der Saskatooner Anlage wird nicht datiert.