1952 · Acrylic Aortic Ball Valve · Werk 1056 von 1.871
An experimental surgery workshop of a university hospital in Washington on a bright September afternoon, sunlight from a tall window behind, two fingers in thin pale rubber gloves holding up a small valve against the light, a glass-clear plastic chamber six centimetres long with a rounded bulge in its middle, inside it a clear ball faintly visible, at both ends milky-white plastic rings with fine teeth on the inside, held by tiny blue-green wire clips, sunlight glinting through the chamber, behind on a workbench a small lathe with curls of clear plastic shavings, round glass flasks and a glass pump model with loops of rubber tubing, a dusty wooden floor in warm light.
Wofür es benutzt wurde
Bei Aorteninsuffizienz fließt in jeder Erschlaffung Blut in die Kammer zurück. Charles Hufnagel setzte 1952 einer 30-jährigen Frau ein Kunststoffrohr mit einer frei laufenden Kugel in die absteigende Brustaorta — nicht an die kranke Klappe, sondern unterhalb davon, befestigt mit nahtlosen Fixierringen. Der Druck der Auswurfphase drückte die Kugel aus ihrem Sitz, in der Erschlaffung fiel sie zurück und sperrte den Rückstrom. Die Sammlung der Universität Toronto beschreibt das Gehäuse aus Methylmethacrylat.
Was daran neu war
Die Prothese ersetzte die kranke Klappe nicht, sie ergänzte sie weiter stromabwärts; ein Übersichtsaufsatz schreibt, sie habe den größten Teil der Rückströmung beseitigt, und nennt mehr als 200 Patienten, die sie erhielten. Die Kugel der ersten Bauart war hohl und aus Acryl und, so der Museumseintrag, sehr laut; später kam eine Nylonkugel mit Silikonüberzug, um das Geräusch zu dämpfen. Etwa 4.000 Klappen wurden hergestellt und verteilt, in Gebrauch bis in die frühen 1960er Jahre.
Was die Quellen offenlassen: Ein genaues Datum der ersten Implantation nennt keine der beiden Quellen, nur das Jahr 1952. Die Angabe „mehr als 200 Patienten" stammt aus dem Übersichtsaufsatz, die rund 4.000 gefertigten Klappen aus dem Museumseintrag; die beiden Zahlen zählen Verschiedenes (Patienten gegenüber hergestellten Stücken).