The Wooden Handles

1956 · External AC Defibrillator · Werk 1058 von 1.871

A hospital corridor in Boston at midday, sunlight in bright bars across a terrazzo floor, on a steel instrument trolley a portable box forty-five centimetres wide with dark blue hammered sides and lid and a chrome carrying handle, its pale blue front split into two halves by a dark line, on the left a large black ribbed knob, a red button and two red lamps, on the right two blue knobs, toggle switches and sockets, the whole front plain and smooth, a black mains cable to a wall socket, two round metal electrode discs with brown wooden handles on coiled cables held in two hands in white coat sleeves, an empty stretcher beside.

Wofür es benutzt wurde
Der äußere Wechselstrom-Defibrillator beendet Kammerflimmern mit einem Stromstoß von außen durch die Brust. Beck hatte 1947 in Cleveland ein flimmerndes Herz zuerst am offenen Brustkorb mit Wechselstrom defibrilliert. Paul Zoll am Beth Israel Hospital in Boston legte die Elektroden außen auf die Brust und schickte den Stoß durch die geschlossene Wand. Seine Arbeit erschien 1956 im New England Journal of Medicine unter dem Titel „Termination of ventricular fibrillation in man by externally applied countershock", Band 254, Seiten 727-732.
Was daran neu war
Der Weg dahin lief über die Reizung von außen: 1952 hielt Zoll das Herz eines 65-jährigen Mannes 52 Stunden lang von außen im Takt, der Patient lebte danach noch 6 Monate; der Nachruf der Harvard Medical School berichtet, Kollegen hätten den Eingriff als gegen Gottes Willen kritisiert. Der Stoß durch die geschlossene Brustwand brauchte Spannung: Die Firmengeschichte nennt bis zu 750 Volt. Der Wechselstrom, mit dem es zuerst gelang, wurde später durch Gleichstrom ersetzt; eine Übersicht begründet das mit der geringen Leistung und der langen Stoßdauer von 0,25 Sekunden. Das Verfahren setzte sich durch, die Stromart nicht.

Was die Quellen offenlassen: Die Angabe zur Arbeit von 1956 stammt aus dem Literaturverzeichnis einer Übersicht, das sichtbare Schreibfehler bei Autorennamen enthält; die Originalarbeit selbst wurde nicht eingesehen. Zur Zahl der 1956 behandelten Patienten machen die geprüften Quellen keine Angabe. Die Wendung über Gottes Willen steht so im Harvard-Nachruf, ohne dass ein Kritiker genannt wird.

Zum Weiterlesen