1957 · Self-Inflating Resuscitator Bag · Werk 1059 von 1.871
The open rear doors of an ambulance on a rainy autumn evening, seen from close behind, doors and lit interior filling the frame, raindrops on the plain cream doors, inside a cream-painted compartment with a stretcher under a grey wool blanket, empty, strapped beside it a slim plain unmarked oxygen cylinder in dull green, on the blanket a plump egg-shaped bag of matt black rubber thirty centimetres long at its neck a clear amber-tinted plastic valve block with a yellow core and a plain black rubber face mask, the bag lying alone on the blanket, the compartment empty, rain falling past the doors.
Wofür es benutzt wurde
Der Ambu-Beutel ist ein Beatmungsbeutel für die Hand; die üblichen Beatmungsgeräte der Krankenhäuser brauchten bis dahin Sauerstoff aus Flaschen oder Motorpumpen. Der Anästhesist Henning Ruben und der Ingenieur Holger Hesse bauten einen Beutel, der sich nach jedem Druck von selbst wieder füllt und dafür nur Raumluft braucht. Ein Nichtrückatemventil trennt Einatem- und Ausatemweg, sodass der Patient sein eigenes Kohlendioxid nicht zurückatmet; die freie Hand hält die Maske auf Mund und Nase. Das Gestell des Musters bestand nach Angabe des Wood Library-Museums aus Fahrradspeichen; 1956 kam der Beutel auf den Markt.
Was daran neu war
Den Anstoß gab ein Versorgungsausfall: 1954 blieben wegen eines Streiks der Lastwagenfahrer die Sauerstofflieferungen an dänische Krankenhäuser aus. Ruben wollte ein Gerät, das ohne Druckgas auskommt, wenig Kraft verlangt und der Hand zurückmeldet, wie die Lunge sich füllt. Um 1955 hatte Ruben ein funktionierendes Muster des Beutels; Ambu selbst nennt den Beutel den weltweit ersten selbstfüllenden Wiederbelebungsbeutel. Die Firma, die ihn baute, hatte Hesse 1937 als Testa Laboratory gegründet — ein Betrieb, dessen erstes Erzeugnis ein Hämoglobinmessgerät für Arztpraxen war und der sein dauerhaftestes Erzeugnis einem Transportstreik verdankt.
Was die Quellen offenlassen: Das Wood Library-Museum widerspricht sich auf derselben Seite: Der Katalogtext nennt 1956 als Beginn der Fertigung bei Testa, die Beschreibung 1957 für die ersten kommerziellen Ambu-Beutel. Ambu gibt 1956 als Markteinführung an. Das Wood Library-Museum löst „Ambu“ als Air Mask Bag Unit auf. Die Zuschreibung an Ruben beziehungsweise Hesse fällt auf beiden Seiten verschieden aus.