The Amber Disc

1958 · Implantable Cardiac Pacemaker · Werk 1062 von 1.871

A cramped electronics workshop in Solna near Stockholm on an October night, on a scarred workbench under a desk lamp a thick round disc of clear amber casting resin six centimetres across and two centimetres thick, its rim glowing faintly reddish, sealed inside it a small silver cylinder on wire brackets, two plain black round cells, a bronze plate, fine green and red wires and a copper winding along the rim, from the disc two very thin wires in a wide loop, beside it a plain white plastic beaker that served as its mould, a soldering iron, one small transistor on a scrap of cardboard, two hands holding tweezers.

Wofür es benutzt wurde
Ein implantierter Herzschrittmacher reizt das Herz mit elektrischen Impulsen in festem Takt; das erste Gerät gab 70 bis 80 Impulse in der Minute ab. Arne Larsson, ein Ingenieur, hatte nach einer Virusinfektion einen totalen AV-Block; er brach 20- bis 30-mal am Tag zusammen und musste jedes Mal mit einem Schlag auf den Brustkorb zurückgeholt werden. Am 8. Oktober 1958 setzte Åke Senning am Karolinska-Krankenhaus ein Gerät ein, das Rune Elmqvist bei Elema-Schönander gebaut hatte: etwa 55 mm im Durchmesser, 16 mm dick, die Bauteile aus Zeitmangel in Epoxidharz in einer Schuhcremedose vergossen. 2 Nickel-Cadmium-Zellen zu je 60 mAh lieferten den Strom, aufgeladen durch die Haut per Induktion bei 150 kHz, einmal in der Woche 12 Stunden lang.
Was daran neu war
Dass sich ein stillstehendes Herz von außen elektrisch takten lässt, hatte Zoll 1952 gezeigt; die Heart Rhythm Society führt dieses Gerät als ersten vollständig im Körper liegenden, wiederaufladbaren Herzschrittmacher bei einem Menschen. Es hielt nicht: Die Angaben reichen von wenigen Stunden über 3 bis 8 Stunden, danach kam das einzige vorhandene Ersatzgerät, das etwa 1 Woche durchhielt. Larsson erhielt im Lauf seines Lebens insgesamt 26 Schrittmacher und überlebte Rune Elmqvist, der 1996 starb. Die Technik, deren erstes Gerät nach Stunden versagte, trug Larsson über mehr als 4 Jahrzehnte.

Was die Quellen offenlassen: Zur Laufzeit des ersten Geräts weichen die Quellen ab: Das Siemens-Archiv spricht von wenigen Stunden, die Heart Rhythm Society von 3 Stunden, der Blog The World of Implantable Devices selbst von 8 Stunden. Die Gesamtzahl der Geräte stimmt überein: 26 beziehungsweise 1 plus 25. Der Text des Siemens-Archivs stammt von der Herstellerseite.

Zum Weiterlesen