1962 · Circle-System Anaesthesia Machine · Werk 1065 von 1.871
An operating theatre of a district hospital in Saxony early on a winter morning, pale green tiles, grey-blue light through frosted windows, the round operating lamp dark, beside the head end of an empty table under a white sheet an anaesthesia stand one metre sixty tall of cream-white cast metal on an X-shaped foot with castors, two tall cream-white gas cylinders upright in its frame, between them a narrow box with three plain glass tubes and floats, round gauges, plain with bare pointers, a chrome canister of white granules on a chrome arm, black corrugated hoses in loops, a flesh-coloured rubber mask on the sheet, a gloved hand turning a cylinder valve.
Wofür es benutzt wurde
Das Kreissystem-Narkosegerät stand im Operationssaal und führte die Ausatemluft des Patienten nach Entfernung des Kohlendioxids in den Kreis zurück. Ein belegtes Stück jener Jahre ist Objekt 1986-1067 der Science Museum Group: ein Boyle-Gerät der British Oxygen Company, England 1955-1965, 1.470 mm hoch und 55 kg schwer, benutzt am Airedale General Hospital in West Yorkshire. Es trägt einen Boyle'schen Kreisabsorber mit je einem Behälter für Äther und einem für Atemkalk; der Rotameter führt Sauerstoff, Kohlendioxid, Cyclopropan und Lachgas, ein Fluotec-Verdampfer das Halothan. Nach dem Sodasorb-Handbuch von W. R. Grace gibt ein Erwachsener in Narkose 12 bis 18 Liter Kohlendioxid je Stunde ab, und 100 Gramm Atemkalk binden etwa 15 Liter davon.
Was daran neu war
Kennzeichnend war die Rückatmung selbst: das Wood Library-Museum nennt für Ralph Waters' Absorber von 1924 vier Gewinne — weniger Narkosegas je Patient, weniger Gas in der Saalluft, feuchtere Atemluft, geringerer Wärmeverlust. Das Sodasorb-Handbuch gibt den Behälterinhalt mit 1.000 bis 1.500 Kubikzentimetern an, gefüllt mit 950 bis 1.300 Gramm Kalk, und rechnet für 8 Stunden mit 1 Kilogramm. Der Widerhaken steckt im Absorber: dasselbe Handbuch untersagt den Gebrauch mit Trichlorethylen und Chloroform, weil dabei Kohlenmonoxid und Phosgen entstanden, und setzt hinzu, die Reaktionen seien oberhalb von 60 Grad Celsius stark beschleunigt. Das Mittel, das den Kreis sparsam machte, zerlegte also zwei der Narkosemittel, die man hineingab.