The Cold Probe

1964 · Liquid-Nitrogen Cryosurgical Unit · Werk 1068 von 1.871

An eye operating theatre of a county hospital in Kent on a bright summer morning, white blinds half lowered over tall windows, on a steel side table a squat white-painted steel unit seventy centimetres high, its sloping front panel turned away and in shadow, on top a stainless steel bowl and a tall glass bell jar, inside it a slender pointed metal probe standing upright, a thin trail of cold white vapour curling from the jar, a hand in a pale rubber glove lifting the probe, a black cable to a round foot switch on the terrazzo floor, an operating microscope and an empty draped table soft behind.

Wofür es benutzt wurde
Die Sonde erzeugte mit flüssigem Stickstoff eine begrenzte, geregelte Kältezone im Gewebe. Die Darstellung der Endourological Society schreibt die erste Beschreibung eines geschlossenen Flüssigstickstoff-Systems 1961 Irving S. Cooper und Lee in New York zu und nennt als Zweck, eine Kryoläsion im Gehirn zur Behandlung des Parkinsonismus zu setzen; 1962 beschrieb Cooper mit Grissman und Johnston im Medical Bulletin des St. Barnabas Hospital ein vollständiges System für die Kältechirurgie. 1964 erschienen Arbeiten in 3 Richtungen: Lin, Matsumoto und Cooper berichteten über EEG-Veränderungen bei Parkinson-Patienten nach Kälteläsionen im Nucleus ventrolateralis des Thalamus, Cooper fasste die Kryochirurgie beim geriatrischen Patienten zusammen, und Kelman und Cooper stellten die kryophthalmologische Chirurgie in einem Film vor.
Was daran neu war
Boris Rubinsky beschreibt den Aufbau aus 3 langen, ineinanderliegenden Rohren, die aus einer Druckquelle mit flüssigem Stickstoff versorgt wurden; der Raum zwischen äußerem und mittlerem Rohr war vakuumisoliert und mit einem Strahlungsschild versehen, so dass der flüssige Stickstoff ohne Wärmeverlust bis zur Spitze gelangte. Rubinsky nennt die Zusammenarbeit des Arztes Cooper mit dem Ingenieur Arnold Lee den Beginn der modernen Kryochirurgie und die Sonde den Prototyp, aus dem jede spätere Flüssigstickstoff-Sonde hervorging; A. A. Gage datiert den Wiederaufstieg des Verfahrens auf Coopers Apparat von 1961. Der Widerhaken: Rubinsky schreibt, der Anreiz zur Kryochirurgie beim Parkinsonismus sei mit der Arzneitherapie durch L-Dopa verschwunden, und Gage hält fest, nach den breiten klinischen Studien der 1970er Jahre seien einzelne Anwendungen aus dem Gebrauch gefallen.

Was die Quellen offenlassen: Die Quellen nennen Cooper und Lee gemeinsam; den Vornamen Arnold und die Rolle als Ingenieur trägt nur Rubinsky, die Fachgesellschaftsseiten kürzen ab: A. S. Lee (MDS), A. St. J. Lee (Endourology). Minus 196 Grad Celsius sagt keine der geöffneten Quellen. Zu Patent, Vermarktung durch Linde oder Union Carbide und zur Zahl behandelter Patienten fand sich nichts. Für 1964 sind Veröffentlichungen belegt (PubMed), kein Markteintritt; Katarakt und Netzhautablösung nennen nur die PubMed-Schlagwörter.

Zum Weiterlesen