1976 · Portable Insulin Infusion Pump · Werk 1072 von 1.871
A quiet hospital ward in London on a summer evening, low golden sun through a tall window, on a white metal bedside locker a narrow open box of white-lacquered sheet steel sixteen centimetres long and four wide, small rust spots on its edges, inside it a plain clear plastic syringe half full with a black rubber plunger, behind it a bright threaded rod ending in a small silver gear wheel, milky-white plastic holders at both ends, from a short clear stub at its front a thin clear tube coiled loosely on the locker, a glass of water, a rolled white crepe bandage, a made bed with a pale blue blanket, smooth and empty.
Wofür es benutzt wurde
Das Gerät war ein tragbarer Miniatur-Spritzenantrieb, den John A. Parsons mit D. Rothwell und J. E. Sharpe baute; die Lancet-Arbeit vom 8. Januar 1977 beschreibt es als Pumpe für die vielen Arzneimittel und Hormone, die bei gleichmäßiger Abgabe besser wirken als bei Einzelinjektionen — nicht als Insulinpumpe. John Pickup und Harry Keen benutzten es am Guy's Hospital in London zur kontinuierlichen subkutanen Insulininfusion. Ihre Arbeit im British Medical Journal vom 28. Januar 1978 berichtet über 12 insulinabhängige Diabetiker, deren Insulin über eine feine, unter die Haut gelegte Nylonkanüle gepumpt wurde, in 14 Einzelstudien. Eine Folgearbeit derselben Gruppe von 1979 nennt ausdrücklich einen besonders angepassten Mill Hill Infuser und Infusionen über 3 bis 4 Tage, bei einzelnen Patienten bis zu 3 Monate mit Blutzuckermessung zu Hause.
Was daran neu war
Kennzeichnend war die Verbindung von Dauergabe und Mahlzeitenabruf: die BMJ-Arbeit von 1978 beschreibt eine Basalrate, die vor dem Essen elektronisch auf das 8-fache hochgeschaltet wurde. Der Antrieb lieferte quarzgesteuert 2 ml in 24 Stunden oder 2 ml in 8 Stunden, arbeitete mit Einweg-Plastikspritzen und war nach der Lancet-Arbeit von 1977 auf manipulationssichere Abgabe ausgelegt. In 5 von 14 Studien senkte die Infusion den mittleren Blutzucker ohne Unterzuckerungssymptome, in 6 weiteren hielt sie ihn; die Autoren nannten das eine Vorstudie und schrieben, mehrere Probleme seien offen, darunter die Bestimmung der Infusionsrate. Pickup und Keen bilanzierten 2002, nach 25 Jahren, Unterzuckerungen seien unter der Pumpe deutlich seltener als unter intensivierter Injektionstherapie, Ketoazidosen träten aber gleich häufig auf.
Was die Quellen offenlassen: Das Jahr 1976 nennt nur die Objektseite der Science Museum Group; belegt sind außerdem die Veröffentlichungsdaten 8. Januar 1977 (Pumpenbeschreibung) und 28. Januar 1978 (erste CSII-Studie). Die SMG-Seite nennt Pickup, Keen und Parsons als Konstrukteure, die Lancet-Arbeit Parsons, Rothwell und Sharpe. Zu Dean Kamen und der AutoSyringe fand sich keine Quelle außerhalb von Wikipedia, deshalb steht davon nichts im Text.