The Orange Wave

1979 · Intra-Aortic Balloon Pump · Werk 1074 von 1.871

A cardiac recovery ward in London in the pale blue light of an early winter morning, a frosted window, one warm bedside lamp, beside an empty bed with a folded grey blanket a beige rolling steel cabinet one metre twenty high with black edges and a drawer, on it a tower of black modules, front panels matt and smooth, small yellow push buttons and black knobs, a small screen with a fine orange grid and one smooth orange wave, two round gauges, plain with bare pointers, on a steel gooseneck above a gas cartridge in a clear sleeve with blue contents, on the bed a milky-white catheter coiled in a clear plastic bag.

Wofür es benutzt wurde
Die intraaortale Ballonpumpe stützt ein versagendes Herz: ein Ballon in der absteigenden Aorta wird in der Diastole aufgeblasen und vor der Systole entleert. Nach den Profiles in Science der US-amerikanischen National Library of Medicine ging Adrian Kantrowitz Anfang 1967 von Tierversuchen zur Anwendung am Menschen über; sein erster Patient war nach 7 Stunden an der Pumpe stabil, im folgenden Jahr behandelte er 12 weitere Fälle, von denen 5 entlassen wurden, und eine Kooperationsstudie über 87 Fälle wurde 1973 abgeschlossen. Benutzt wurde das Gerät vor allem im kardiogenen Schock nach Herzinfarkt und beim Entwöhnen von der Herz-Lungen-Maschine; einer Übersicht im Journal of Cardiothoracic Surgery zufolge hatten bis 1976 in den USA mehr als 5.000 Patienten mit niedrigem Herzauswurf nach Herzoperation eine Ballonpumpe erhalten.
Was daran neu war
Anders als die bis dahin nötige chirurgische Freilegung — die Übersicht im Journal of Cardiothoracic Surgery nennt die perkutane Einführung eine Methode ohne chirurgisches Freilegen — wurde der Ballon nun um einen zentralen Führungsdraht gewickelt und nach Seldinger durch eine 12-F-Schleuse in die Leistenarterie geschoben. Bregman und Casarella berichteten das im Februar 1980 in den Annals of Thoracic Surgery; die Serie von Bregman und Mitarbeitern im American Journal of Cardiology vom August 1980 umfasst 27 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 58 Jahren, bei 2 (7,4 Prozent) ließ sich der Ballon wegen schwerer beidseitiger Verschlusskrankheit nicht vorschieben, 21 von 25 (84 Prozent) wurden lebend entlassen, und die Einführung dauerte weniger als 5 Minuten. 32 Jahre später fand die randomisierte Studie IABP-SHOCK II von Thiele und Kollegen bei 600 Patienten im kardiogenen Schock eine 30-Tage-Sterblichkeit von 39,7 Prozent mit gegen 41,3 Prozent ohne Ballonpumpe (P = 0,69).

Was die Quellen offenlassen: Für 1979 fand sich keine Veröffentlichung zur perkutanen Ballonpumpe; eine PubMed-Suche über 1978 bis 1980 lieferte nur Arbeiten von 1980. Die Erstberichte Bregmans tragen Februar und August 1980 als Veröffentlichungsdatum; wann der erste perkutane Eingriff stattfand, sagen die geöffneten Quellen nicht. Moulopoulos' Vorarbeiten datiert die Übersicht auf 1961, nicht auf 1962.

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