1984 · Microprocessor Myoelectric Hand · Werk 1078 von 1.871
A university electronics laboratory on the south coast of England on a windy autumn afternoon, grey light from a wide rain-streaked window, on a wooden workbench a prosthetic hand in a smooth pale pink-beige glove, its fingers and thumb curled gently around a plain white plastic cup, at its wrist a short dark socket with a flat grey ribbon cable running to a small green circuit board with black integrated circuits, a small grey box with a short black joystick and a soft dark carrying bag, a hand in a rolled wool jumper sleeve moving the joystick, a soldering iron in its stand, a coil of thin wire.
Wofür es benutzt wurde
Myoelektrische Prothesenhand, entwickelt im Southampton-Hand-Projekt an der School of Electronics and Computer Science der University of Southampton. Das Projekt begann in den 1960er Jahren unter Professor Jim Nightingale und lief über 50 Jahre. Der Wille zur Bewegung aktiviert die Armmuskeln des Trägers; dieses Signal wird abgegriffen und öffnet oder schließt die Hand. Sensoren in der Hand erfassen die Form des Gegenstands, der Mikrocontroller wählt daraufhin den benötigten Griff. Das Science Museum verwahrt zwei Prototypen aus dem Projekt: einen von David Moore (1978-1981), bedient über einen Fußschalter, und die überwiegend von Peter Kyberd entworfene Mark 3 (1977-1990).
Was daran neu war
Kennzeichnend ist die Aufgabenteilung: Das Muskelsignal gibt nur den Befehl zu greifen oder loszulassen, die Wahl des Griffs trifft der Mikrocontroller anhand der Sensoren in der Hand. Das Science Museum schreibt dem Projekt zu, daraus seien die ersten mikroprozessorgesteuerten Prothesenhände hervorgegangen, die außerhalb klinischer Studien benutzt wurden. Zum Vergleich der Prototyp von David Moore (1978-1981): Dort ließen sich nur bestimmte Bewegungen festlegen, und jede Änderung verlangte ein Neuverdrahten.
Was die Quellen offenlassen: Die geöffneten Quellen datieren die erhaltenen Prototypen auf 1977-1990 und 1978-1981; ein Gerät des Jahres 1984 nennen sie nicht. Die einschlägige Fachveröffentlichung zur mikroprozessorgestützten Steuerung von 1984 war über PubMed und Ovid nicht abrufbar; die Zitation bleibt deshalb ungeprüft und hier weg. Greifarten und Sensortypen nennt das Museum nicht. Die Erst-Zuschreibung ist die des Museums, kein Prioritätsnachweis.