The Pinned Wheel

1774 · Programmable Writing Automaton · Werk 1082 von 1.871

A watchmaker's workshop in the Swiss Jura on a clear spring morning, low sunlight from small-paned windows across a beech workbench, on a stool a seated boy figure about seventy centimetres high seen from directly behind, dark brown curls, a grey goose quill in his right hand, his dark red velvet jacket opened at the back, inside a dense brass mechanism of rods, levers and a stack of cam discs, at its base a large toothed brass wheel ringed with small removable steel pins, a hand in a rolled linen sleeve holding watchmaker's tweezers at the wheel, loose watch parts and an oil lamp soft behind.

Wofür es benutzt wurde
Der Schreiber, ein Schreibautomat, gehört zur selben Dreiergruppe wie Zeichner und Musikerin, gebaut von Pierre und Henri-Louis Jaquet-Droz zwischen 1767 und 1774. Die Figur taucht die Feder ins Tintenfass, schüttelt überschüssige Tinte ab, folgt dem entstehenden Text mit dem Kopf und lädt die Feder nach. Gezeigt wurde sie auf der Europareise der 3 Automaten, mit der die Familie Kunden für ihr Unternehmen gewinnen wollte.
Was daran neu war
Der Text steckt nicht fest in der Mechanik. Die Figur kann 40 verschiedene Zeichen schreiben, die auf einem inneren Rad codiert sind, und veränderbare Steuerzylinder bestimmen den Ablauf - die Ausgabe lässt sich also ändern, ohne die Maschine umzubauen. Darin liegt der Unterschied zu einem Spielwerk, das immer dasselbe abspielt. Der Widerhaken ist der Zweck: Gedacht waren die Automaten zunächst zur Unterhaltung eines höfischen oder wohlhabenden Publikums, dann reisten sie durch Europa, um Kunden für das Familienunternehmen anzuziehen; dass ein Schreibgerät mit austauschbarem Programm später als Vorläufer von etwas anderem gelesen würde, stand nicht in der Absicht.

Was die Quellen offenlassen: Die geöffnete Quelle datiert die Gruppe auf 1767-1774 und nennt kein Einzeljahr für den Schreiber; 1774 gilt dort als Jahr der Fertigstellung aller 3 Figuren. Die oft genannte Zahl von rund 6.000 Einzelteilen ließ sich in den abgerufenen Quellen nicht bestätigen und bleibt weg. Die Seite spricht von Steuerzylindern, nicht von Nockenscheiben.

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