1969 · Teach-In Painting Robot · Werk 1095 von 1.871
A spray booth of a porcelain and bathroom works near Stockholm on a dark November afternoon, a white mist hanging in the hard light of two booth lamps, a bathtub hanging from an overhead conveyor hook half coated in fresh white enamel, beside it a painting robot, a boxy mint-green base cabinet with a door, a green turntable with two inclined hydraulic cylinders, a long pale grey-cream arm ending in a slim spray nozzle and a guide handle, a painter's hand in a stiff leather glove on the handle, behind a grey control cabinet on a green cross-shaped foot with rows of glowing coloured buttons, all blank, every surface plain and unmarked.
Wofür es benutzt wurde
Gebaut und zuerst benutzt wurde die Maschine bei Trallfa in Bryne auf Jæren, einer Fabrik für Sack- und Schubkarren. Der Eigentümer Nils Underhaug wollte seine Leute aus den Lackdämpfen holen; weil es kein passendes Gerät gab, baute die Fabrik zusammen mit örtlichen Technikern eines, unter ihnen Ole Molaug. Die Suche begann 1964, der erste Prototyp war 1967 fertig und lackierte im eigenen Haus Schubkarren, das erste Verkaufsmodell TR 400 war 1969 bereit. Programmiert wurde durch Vorführen: ein erfahrener Lackierer führte den Arm durch die Spritzbewegungen, ein Magnetband nahm sie auf, der Roboter spielte sie ab. Erster Kunde war der schwedische Badewannenhersteller Gustavsberg, dort emaillierte das Gerät Wannen; das Teknisk museum nennt den Einsatz von 1969 bis 1989.
Was daran neu war
Kennzeichnend war das Verfahren: keine eingegebenen Koordinaten, sondern die abgespielte Handbewegung eines Lackierers. Auf Papier gab es ältere Vorbilder - Willard L. G. Pollard jr. meldete am 29. Oktober 1934 eine Spray Painting Machine an, erteilt am 27. August 1940 als US 2213108; ob sie gebaut wurde, sagt die gelesene Quelle nicht. ABB nennt die Trallfa-Maschine den ersten Lackierroboter der Welt, die IFR führt für 1969 den ersten kommerziellen Lackierroboter. Der Widerhaken liegt im Nebenbei: aus dem Behelf einer Schubkarrenfabrik wurde das Hauptgeschäft, ASEA übernahm die Roboterabteilung zwischen 1985 und 1989, ABB gibt inzwischen über 20.000 ausgelieferte Lackierroboter an - und die Fertigung in Rogaland endete 2011.
Was die Quellen offenlassen: Stückzahlen der TR-Reihe nennt keine Quelle; das Museum spricht nur von Tausenden, ABBs Zahl von 20.000 gilt allen ABB-Lackierrobotern. ABB zählt das Gerät von 1969 als zweiten Lackierroboter der Firma, das Museum nennt 1967 den Prototyp und 1969 das erste Verkaufsmodell: beide meinen dasselbe.