The Ring of Horns

1977 · Autonomous Mobile Robot · Werk 1101 von 1.871

A long laboratory corridor in Toulouse on an overcast autumn morning, flat grey daylight from a far window, pale green linoleum with a fresh chalk line, beside a bare cream-painted wall a low mobile robot, an open octagonal frame of bare aluminium tube on small castors, around its rim pairs of cream-coloured ultrasonic horns turned toward the wall, on top a turntable carrying a box-shaped laser rangefinder with two large round lenses, a thin radio antenna, inside rows of circuit cards and grey cable bundles, at the front a red mushroom-headed switch, every surface plain and unmarked, a hand in a blue shirt cuff resting on the switch.

Wofür es benutzt wurde
HILARE war das Versuchsfahrzeug der Robotik- und KI-Gruppe, die Georges Giralt 1976 am LAAS des CNRS in Toulouse aufgebaut hatte; das Vorhaben begann 1977. Der Wagen trug Ultraschallgeber für Gegenstände in der Nähe, einen richtbaren Laser zum Aufmessen der Umgebung und einen Wegmesser. Gearbeitet wurde an der selbstständigen Fahrt: Giralt, Sobek und Chatila beschreiben 1979 ein mehrstufiges Entscheidungssystem, dessen Bahnplaner die Fläche in Vielecke zerlegt und mit einer Kostenfunktion den günstigsten Weg sucht; gerechnet wurde auf lokalen Mini- und Mikroprozessoren und zusätzlich auf einer entfernten Anlage im Zeitteilbetrieb.
Was daran neu war
Kennzeichnend war, dass die Maschine Hindernisse umfuhr, die in ihrer Ausgangsbeschreibung nicht standen. Das Musée des arts et métiers nennt HILARE den ersten französischen mobilen Roboter, der sich in unbekannter Umgebung selbstständig bewegen konnte; cyberneticzoo nennt ihn den ersten französischen autonomen Mobilroboter mit Ultraschallsensoren und Lasertelemetrie. Weltweit war die Gruppe nach Roland Prajoux nicht die erste, aber nah dran: ein oder zwei solcher Roboter habe es an amerikanischen Universitäten schon gegeben. Der Widerhaken steckt im Aufwand: schwer war nicht das Fahren, sondern das Schließen; die Nachfolger HILARE II (1990) und HILARE III (1999) zogen sich über 22 Jahre hin, und das Gerät selbst steht heute im Musée des arts et métiers in Paris.

Was die Quellen offenlassen: Maße, Gewicht und Geschwindigkeit nennt keine der gelesenen Quellen. Der Eintrag des Musée des arts et métiers bei Google Arts & Culture nennt vier Prozessoren Intel 80286, ohne Jahr; welchen Stand des Roboters das beschreibt, bleibt offen. Vom IJCAI-Aufsatz von 1979 lag nur die Zusammenfassung vor.

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