The Six Silver Legs

1983 · Six-Legged Walking Robot · Werk 1106 von 1.871

An exhibition hall in Los Angeles on a March evening, white spotlights from a high black ceiling onto a pale parquet floor, a six-legged walking robot, a cylindrical drum of brushed metal crowned by a clear glass dome holding an antenna rod and a small dark box, beneath it six silver many-jointed aluminium legs with bracing struts, five planted wide apart, one slid under the rear bumper of a red pickup truck and lifting its back wheels off the floor, the tailgate plain smooth red, the plate holder bare, smooth black tyres, behind a plain dark blue curtain, a hand at the edge holding a small grey control box with blank keys.

Wofür es benutzt wurde
Odetics in Anaheim, Kalifornien, baute ODEX I und nannte es den ersten Functionoid: eine fernbediente sechsbeinige Maschine, radial um einen Mittelkörper angeordnet, deren Beine auch als Greifarme dienten. Nach der Übersicht von Tedeschi und Carbone wog sie 136 kg, jedes Bein konnte 180 kg heben, ein Rechner an Bord spielte vorprogrammierte Bewegungen ab, und sie stieg über Hindernisse wie Treppen oder auf einen Pick-up. Gedacht war sie nach der Firmengeschichte zum Brandbekämpfen und zum Beseitigen gefährlicher Abfälle und zum Aufräumen nach Nuklearunfällen; Aufträge kamen von Heer und Marine, vom Landwirtschaftsministerium und von der NASA. ODEX II wurde mit ausfahrbarem Arm für die Nuklearlabore am Savannah River entwickelt, ODEX III baute die französische Energiekommission zum SHERPA um.
Was daran neu war
Sechsbeiner waren 1983 nicht neu: Tedeschi und Carbone nennen einen rechnergesteuerten Hexapod mit Elektroantrieben 1972 an der Universität Rom, Masha der Moskauer Staatsuniversität 1976 und den angeseilten Hexapod der Ohio State University von 1977. Kennzeichnend an ODEX I war die Doppelrolle der Glieder - dieselben 6 Beine trugen und arbeiteten - und dass es sich aus eigener Kraft bewegte; das Kunstwort Functionoid sollte es nach Odetics von einfunktionalen, fest montierten Montagerobotern abgrenzen. Der Widerhaken steht in der Bilanz: die Firmengeschichte schreibt, der hohe Forschungsaufwand für die Robotik habe den Gewinn von Odetics 1986 auf etwa 33.000 Dollar gedrückt; in den Hauptproduktlinien der Firma Mitte der 1990er Jahre kommt die Robotik nicht mehr vor. Der Prototyp kam 1986 ans Smithsonian.

Was die Quellen offenlassen: Die Jahreszahl schwankt nach Zählweise: die Firmengeschichte und die Übersicht von 2014 datieren ODEX I auf 1984, cyberneticzoo führt es unter 1983; das Findbuch des Smithsonian belegt die erste öffentliche Vorführung auf einer Pressekonferenz am 22. März 1983. Tragkraftangaben über 2.000 lb stehen nur auf Sammlerseiten und bleiben hier weg; Stückzahl und Preis nennt keine Quelle.

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