The Furry Suspect

1998 · Interactive Robotic Toy · Werk 1113 von 1.871

A small windowless office in Maryland on a December morning, cold fluorescent light, a grey metal filing cabinet, a beige computer with its curved glass screen dark, a white coffee mug, a stack of plain buff folders on the desk, between them a small squat plush creature in grey-blue fur with a white belly, large pointed ears pink inside, a pale pink tuft on top, a smooth blue plastic face with two large brown eyes with black lashes, half closed and turned toward the box, a small yellow beak with red inside, two little blue plush feet, a hand in a white shirt sleeve lowering it into a plain brown cardboard box.

Wofür es benutzt wurde
Der Furby war ein elektronisches Spielzeugtier von Tiger Electronics, nach der Darstellung des FAA-Historikers Terry Kraus eulen- oder hamsterähnlich gestaltet. 1 Motor bewegte über Nocken und Zahnräder Augen, Mund und Ohren und hob das Tier an; es reagierte auf Berührung, sprach zunächst "Furbish" und wechselte allmählich ins Englische, übersetzt in 24 Sprachen. Einen Ausschalter hatte es nicht, und mehrere Furbys reagierten aufeinander. Kraus nennt knapp 40 Millionen verkaufte Stück in 3 Jahren ursprünglicher Produktion, davon 14 Millionen im Jahr 1999.
Was daran neu war
Kennzeichnend war ein Spielzeug, dessen Wortschatz sich im Betrieb scheinbar von einer Fantasiesprache ins Englische verschob und das auf Kitzeln und Streicheln unterschiedlich antwortete. Genau dieser Anschein erzeugte den Widerhaken: 1999 verbot die National Security Agency den Furby in ihrer Zentrale, weil sie befürchtete, er könne Geheimes aufnehmen und wiedergeben; die Marinewerft Portsmouth in Virginia wies ihr Sicherheitspersonal per E-Mail an, Furbys einzuziehen und die Besitzer zu befragen. Aufnehmen konnte das Tier nichts: Es gab vorprogrammierte Sätze wieder, unabhängig davon, was man sagte. Tiger Electronics erklärte: "Furby is not a spy."

Was die Quellen offenlassen: Der FAA-Historiker datiert den Verkaufsstart nicht ausdrücklich; er nennt nur einen Start zur Weihnachtszeit, im Zusammenhang mit 1999. Eine Jahreszahl für den Verkaufsstart habe ich deshalb nicht übernommen. Den Wortlaut des NSA-Verbots gibt die Quelle nicht wieder; sie merkt nur an, dass in der NSA-Zentrale Foto- und Aufnahmegeräte ohnehin verboten sind.

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