The Wings in the Sun

1984 · Shuttle Remote Manipulator Arm · Werk 1119 von 1.871

The aft flight deck of a space shuttle in orbit, pale grey panels of blank switches, two windows onto the open cargo bay, beyond them the long white jointed robot arm holding at its end a boxy satellite in gold and silver foil with two folded dark blue solar wings, turned into blinding sunlight, the blue curve of the Earth below, at the windows the woman, a woman of thirty-three with dark curly hair, in a plain pale blue cotton flight coverall, a headset wire over one ear, each hand on a black hand controller grip, her face in three-quarter view toward the window.

Wer
Sally Ride (1951–2012) war Physikerin und die erste Amerikanerin im Weltraum. Geboren am 26. Mai 1951 in Los Angeles, studierte sie in Stanford Physik und Englisch und wurde 1978 in Physik promoviert. Im Januar 1978 wählte die NASA sie als eine von sechs Frauen für die erste Klasse aus, die eigens für das Space Shuttle angeworben wurde. Sie arbeitete an den Simulationen und Bodentests des kanadischen Roboterarms mit und war Verbindungssprecherin in Houston für STS-2, den ersten Flug, der den Arm im All erprobte. Am 18. Juni 1983 flog sie mit der Challenger ins All, im Oktober 1984 ein zweites Mal. Nach dem Challenger-Unglück 1986 saß sie in der Untersuchungskommission des Präsidenten, 2003 auch in der zum Verlust der Columbia, als einziger Mensch in beiden. 1987 verließ sie die NASA, lehrte ab 1989 Physik an der University of California in San Diego und gründete 2001 die Firma Sally Ride Science, um Mädchen und junge Frauen für Naturwissenschaften zu gewinnen. Sie starb am 23. Juli 2012. Ihre Partnerin war 27 Jahre lang Tam O'Shaughnessy. 2013 erhielt Ride postum die Presidential Medal of Freedom.
Der Moment
Am 5. Oktober 1984 startete die Challenger fünfzehn Minuten vor Sonnenaufgang zur Mission STS-41G, mit sieben Menschen an Bord, darunter zum ersten Mal zwei Frauen zugleich. Noch am ersten Flugtag sollte Ride den 5.087 Pfund schweren Earth Radiation Budget Satellite aussetzen, der messen sollte, wie die Erde die Energie der Sonne aufnimmt und wieder abstrahlt. Vom Achterflugdeck aus griff sie ihn mit dem kanadischen Roboterarm und hob ihn aus der Ladebucht. Doch als sie den Befehl gab, die Solarflügel zu entfalten, geschah nichts. Die Bodenkontrolle vermutete eingefrorene Scharniere. Ride drehte den Satelliten am Arm in die direkte Sonne und schüttelte ihn leicht, da gingen die Flügel auf. Der Satellit kam etwa 2 Stunden 50 Minuten später frei als geplant. Gebaut für zwei Jahre, lieferte er Daten bis zum 14. Oktober 2005. Das Bild zeigt den Augenblick davor: beide Hände an den Handreglern, draußen der Satellit mit noch angelegten Flügeln im grellen Licht.
Die Kehrseite
Zweimal hatte Ride den Arm vom Achterflugdeck der Challenger aus geführt. Am 28. Januar 1986 explodierte die Challenger 73 Sekunden nach dem Start. Alle sieben an Bord starben, unter ihnen die Lehrerin Christa McAuliffe, und mit der Fähre ging Arm 302 verloren. Ride, die für ihren dritten Flug trainierte, untersuchte das Unglück danach in der Kommission des Präsidenten. 2003 tat sie es noch einmal, nachdem die Columbia im Flug zerbrochen war.

Was die Quellen offenlassen: Das Schütteln des Satelliten beschreibt nur ein NASA-Rückblick von 2019; der Missionsbericht nennt allein das Entfalten nach Sonneneinstrahlung. Welcher der fünf Arme auf diesem Flug saß, ist nicht belegt. Ein Foto des Satelliten am Arm wurde nicht eingesehen; seine Form im Bild ist typisiert. Das Gesicht folgt dem NASA-Porträt vom Juni 1984, die Station einem Bordfoto von 1983.

Zum Weiterlesen

Quellen