1955 · Wireless Light Remote Control · Werk 1121 von 1.871
The television showroom of a department store in Chicago on a winter afternoon, low sunlight slanting through a tall shop window, a row of mahogany television cabinets with curved grey picture tubes and plain fronts, the nearest screen glowing blue-grey with four small dark round photocell windows at its corners, a salesman's hand in a dark suit sleeve pointing a hand lamp fifteen centimetres long at one corner, a short round barrel and a slanted grip of glossy bottle-green plastic, its flank plain and smooth, a broad gold-coloured ring around a clear lens at the front, a narrower gold ring capping the grip, a bright red plastic lever beneath the barrel.
Wofür es benutzt wurde
Die Flash-Matic war die drahtlose Fernbedienung, die Zenith Radio 1955 für Fernsehgeräte einführte. In jeder der 4 Ecken des Bildschirms saß eine Fotozelle. Der Zuschauer richtete eine stark gebündelte Taschenlampe darauf und schaltete so das Gerät ein und aus, stellte den Ton ab und wählte den Sender. Entwickelt hat sie Eugene J. Polley, Ingenieur bei Zenith.
Was daran neu war
Beim Fernseher gab es vorher Fernbedienungen am Kabel, bei Radios schon 1939 eine drahtlose von Philco; neu war hier die Bedienung ohne Draht und ohne Elektronik im Handteil - das Handteil war eine Lampe, die Schaltung saß im Gerät. Polleys Patent 2.903.575 "Control System" wurde 1955 angemeldet und im September 1959 erteilt; nach Darstellung von IPWatchdog beansprucht es ein System, das auf Energieimpulse einer fernsteuerbaren Quelle anspricht und damit Senderwahl, Ton und Netzteil schaltet. Der Widerhaken: Schon 1956 meldete der Zenith-Kollege Robert Adler ein Patent an (2.817.025, erteilt am 17. Dezember 1957), dessen Steuerung nur auf Ultraschall einer Mindeststärke und Mindestdauer anspricht. Polley hielt 18 Patente; den Emmy für die Fernbedienung bekam er 1997, gemeinsam mit Adler - 42 Jahre nach der Flash-Matic.
Was die Quellen offenlassen: Dass direktes Sonnenlicht die Fotozellen ungewollt auslösen konnte, nennt IPWatchdog als großen Nachteil der Flash-Matic; ETHW erwähnt es nicht. Preis, Stückzahlen und die Baureihen, in die die Flash-Matic eingebaut wurde, nennt keine der beiden Quellen.