1972 · LED Digital Wristwatch · Werk 1127 von 1.871
The front seat of a large dark saloon car parked in Manhattan late at night, a rain-wet windscreen glittering with orange streetlight and red tail lights, the dashboard dark, a wrist in a black dinner jacket sleeve and white shirt cuff resting on the thin steering wheel rim, on it a wristwatch with a cushion-shaped case of brushed gold four centimetres long, a large ruby-red and black display window filling its face, a narrow gold push button below, a bracelet of broad gold roller links, a fingertip of the other hand pressing the button, a few soft red glowing bars out of focus in the dark window, the case plain and smooth.
Wofür es benutzt wurde
Die Pulsar war eine Armbanduhr für das obere Ende des Marktes: Goldgehäuse, Preis 2.100 Dollar, nach Darstellung des Smithsonian damals etwa so viel wie ein kleiner Wagen. Die roten Leuchtdioden saßen hinter einem synthetischen Rubinkristall und brauchten so viel Strom, dass die Anzeige nicht dauernd laufen konnte: ein kurzer Druck auf den Knopf zeigte Stunde und Minute, ein längerer die Sekunden. Gestellt wurde sie nicht über eine Krone, sondern mit einem Magnetstab, den der Träger laut Smithsonian in der Schließe des Armbands mitführte. Entwickelt hatte sie die Hamilton Watch Co. mit dem Zulieferer Electro/Data; das Geschäft lief später bei der Time Computer Inc. unter John Bergey.
Was daran neu war
Sie konnte, was keine Uhr vor ihr konnte: die Zeit auf Abruf als Ziffern am Handgelenk zeigen, ohne Zeiger und ohne bewegtes Teil, und zwar nach Angabe des Smithsonian mit einer Abweichung von rund 1 Minute im Jahr, gegen etwa 15 Sekunden am Tag bei den besten mechanischen Uhren. Der Preis dafür steckte im Inneren: die ersten Module bestanden laut Revolution aus 25 Chips mit über 400 handgelöteten Verbindungen, viele fielen aus, die Uhren wurden zurückgerufen und die 25-Chip-Module durch ein Ein-Chip-Modul ersetzt, das für die Nachfolgerin entwickelt worden war. Von etwa 400 gebauten Stücken sind wenige übrig, auch weil Gehäuse ihres Goldes wegen eingeschmolzen wurden.
Was die Quellen offenlassen: Stückzahl von etwa 400, die 25-Chip-Module und der Rückruf stehen nur bei Revolution, nicht beim Smithsonian. Das Gehäusematerial geben die Quellen unterschiedlich genau an: Smithsonian nur "Gold", Revolution "solid yellow-gold" ohne Karatangabe. Ein Verkaufsdatum 4. April nennt Revolution ohne Jahr.