1972 · Home Video Cassette Recorder · Werk 1128 von 1.871
The test bench of an electronics factory in Austria in the morning under fluorescent tubes, a row of identical video cassette recorders, the nearest fifty-six centimetres wide, a dark wood- grain base, above it a silver aluminium housing with a black top, between two ventilation grilles a black flap over the cassette well with a small amber window, small green and red keys, at the front two silver knurled wheels, a small meter, six blank silver piano keys and a round clock with a plain white face behind glass, hands in pale blue sleeves lowering a black cassette into the open well, a monitor beside it glowing with colour bars.
Wofür es benutzt wurde
Der Philips N1500 war ein Videorecorder für die Wohnung: eingebauter Fernsehtuner, eingebaute Schaltuhr, 15 kg Gewicht, Kassetten für 60 Minuten. Wer nicht zu Hause war, stellte die Uhr und ließ die Maschine die Sendung aufnehmen; die Science Museum Group beschreibt den Betrieb als vollautomatisch und das Bild als volle Farbe in ausgezeichneter Qualität. Auf der Frontplatte saß nach Angabe des Rewind Museums eine analoge Uhr; erst der N1502 von 1975 bekam eine digitale. Spätere Ausbaustufen des Systems verlängerten die Laufzeit auf 120 Minuten.
Was daran neu war
Kennzeichnend war nicht das Aufzeichnen selbst, sondern die Verpackung: das Band lief in einer geschlossenen Kassette, und Tuner und Schaltuhr steckten im Gerät, so dass es ohne Aufsicht lief. Anders als die U-matic von Sony, die ein Jahr früher kam und sich vor allem im professionellen Rundfunk durchsetzte, wurde der N1500 voll als Hausgerät vermarktet, laut Rewind Museum aber auch in Schulen viel genutzt. Der Widerhaken steckt in den 60 Minuten: ein Spielfilm passte nicht auf eine Kassette. Dazu der Preis, den die Science Museum Group für die meisten Verbraucher als viel zu hoch bezeichnet; beim N1502 nennt das Rewind Museum einen Ladenpreis von 649 Pfund und Bänder zu 9,80 bis 15,15 Pfund.
Was die Quellen offenlassen: Die Science Museum Group datiert das Objekt auf 1972, schreibt im Text aber "launched in 1971"; das Rewind Museum datiert den N1500 auf 1972. Preis und Bandpreise stammen vom Rewind Museum und betreffen den N1502, nicht den N1500; für den N1500 nennt keine der beiden Quellen einen Preis.