1976 · Microprocessor Sewing Machine · Werk 1134 von 1.871
A sewing room in the spare bedroom of a terraced house in Leeds on a grey October afternoon, soft daylight from a sash window, on a pale wooden table an electronic sewing machine with an ivory plastic body and a free arm, a plain dark brown top plate along the arm, below it a black glass band with a row of tiny white zigzag and wave marks and small pale green lights, then a brushed metal strip with nine small black rectangular keys and one longer key, two hands guiding a strip of dark red tie silk under the presser foot, a fresh row of decorative stitches, reels of thread beside.
Wofür es benutzt wurde
Gemeint ist die Nähmaschine mit Zierstichen, bei der das Muster nicht mehr von einer mechanischen Kurvenscheibe kommt, sondern als Folge von Zahlen im Speicher liegt. Die Elektronik setzt daraus Stellsignale für die Seitwärtsstellung der Nadel und den Stofftransport. Die Anmeldung der Singer Co. vom 27. Juli 1976 beschreibt dafür einen MOSFET-LSI-Schaltkreis mit Festwertspeicher und der Logik für Nadelausschlag und Transport, dazu Binärzähler, Kodierer und Schreib-Lese-Speicher. Die Anmeldung von Akihiko Itoh mit Priorität vom 26. August 1976 beschreibt einen Mikroprozessor, der mehrere gespeicherte Muster holt und in Lage, Größe, Länge und Höhe verändert.
Was daran neu war
Dass das Muster Daten wird, war 1976 schon eingeführt: die Singer-Anmeldung nennt eine elektronisch gesteuerte Maschine mit Stichmustern im Festwertspeicher, die bereits auf dem Markt war, von der Art des US-Patents 3,872,808 vom 25. März 1975. Beide Schriften gehen darüber hinaus. Itohs Anspruch 1 beansprucht ausdrücklich einen Mikroprozessor, der auf Schalter reagiert, die jeweils einem gespeicherten Muster zugeordnet sind, die Daten an die Stellantriebe gibt und die bezeichnete Reihe zyklisch wiederholt; als Bausteine nennt die Schrift beispielhaft TI 1000, Intel 8080, Motorola M6800 und Rockwell PPS-4/PPS-8, also keinen eigenen Nähmaschinenchip, sondern die Massenware der Zeit. Die Singer-Anmeldung beansprucht einen wiederbeschreibbaren statischen Speicher mit Wahltasten, mit dem die Bedienperson eigene Stichkoordinaten eingibt, und beschreibt einen Schalter, der dafür den eingebauten Festwertspeicher abtrennt.
Was die Quellen offenlassen: Dünner Eintrag. Belegt ist der Patentstand von 1976, nicht eine 1976 verkaufte Maschine: keine der geöffneten Quellen nennt ein Serienmodell dieses Jahres mit Mikroprozessor. Die Firmengeschichte von Husqvarna Viking datiert ihre eigene erste von einem Mikrocomputer gesteuerte Maschine, das Modell 6680, auf 1979. Itohs Anmeldung führt Google Patents ohne Firma als Anmelder.