1977 · Electronic Chess Computer · Werk 1137 von 1.871
A garden terrace behind a brick house in Maryland on a late summer afternoon, long golden sunlight through the leaves of an oak, on a white-painted iron garden table a chess computer in a dark walnut box about twenty-five centimetres wide with its lid raised, inside a plain brown front panel with a short row of glowing red display segments, a keypad of sixteen small dark blank keys and a small slide switch, at its right a compartment holding a closed beige booklet back cover up, beside it a folding cardboard chessboard in brown and cream with light and dark wooden pieces, a hand lifting a dark knight, a glass of iced tea.
Wofür es benutzt wurde
Boris von Applied Concepts war ein früher eigenständiger Schachcomputer, vertrieben von Chafitz. Das Gerät maß nach Angabe des Computer History Museum 3 1/2 mal 9 3/4 mal 6 3/4 Zoll und antwortete auf die Züge des Spielers mit Sätzen auf der Anzeige, etwa "I expected that." Darin steckte der 8-Bit-Mikroprozessor Fairchild F8 mit 2,5 KiB Festwertspeicher und 256 Byte Arbeitsspeicher. Programmiert wurde die Maschine nach dem Chess Programming Wiki von David Lindsay.
Was daran neu war
Kennzeichnend ist das Verhältnis von Auftritt und Mitteln: ein vollständiges Schachprogramm in 2,5 KiB Festwertspeicher, das mit 256 Byte Arbeitsspeicher auskam und dem Spieler dabei in gespielter Überlegenheit antwortete. Der Widerhaken liegt beim Nachfolger: Boris X mit 9 Spielstufen, darunter 2 Turnierstufen, war nach dem Chess Programming Wiki ein überarbeitetes Sargon 2.5 von Kathe und Dan Spracklen, weiterentwickelt von John Aker; auf Kathe Spracklens Protest hin wurde Boris X 1980 von der ACM-Meisterschaft zurückgewiesen.
Was die Quellen offenlassen: Das Jahr ist strittig: das Computer History Museum datiert sein Boris auf 1977, das Chess Programming Wiki nennt eine Veröffentlichung im Februar 1978. Gehäusematerial und Preis belegt keine der geöffneten Quellen. Die Angaben zu Prozessor und Speicher stehen im Wiki ohne Einzelnachweis; die dort genannte Patentanmeldung von Applied Concepts vom 2. März 1978 belegt nur die Herstellerangabe.