The Orange Button

1979 · Portable Stereo Cassette Player · Werk 1141 von 1.871

A commuter train in Tokyo on a summer evening, warm late light slanting across a long bench seat of green moquette, city lights soft beyond the windows, on the seat a flat rectangular cassette player fifteen centimetres tall, its front of dark metallic blue with a brushed silver strip along the right edge, a narrow window showing the two hubs of a plain white cassette, one small orange button on the top edge, every surface plain and unmarked, beside it a dark leather briefcase and the grey trouser leg of a seated passenger, a hand holding up a light silver-grey metal headband headphone with two round dark grey foam pads.

Wofür es benutzt wurde
Der Sony TPS-L2 von 1979 war ein tragbarer Stereo-Kassettenspieler aus Metall und Kunststoff, blau und silbern, nach den Herstellerangaben im Datensatz des Victoria and Albert Museum 391 g schwer und 15 mal 9 mal 3,5 cm groß. Er hatte 2 Kopfhörerbuchsen, weil der Erfinder nach Darstellung des Design Museum erwartete, dass zwei Leute zusammen hören würden, und eine Taste HOT LINE, die die Musik stummschaltete und ein eingebautes Mikrofon einschaltete, damit man reden konnte, ohne den Kopfhörer abzunehmen. Entstanden war das Gerät, nachdem Sonys Mitbegründer Masaru Ibuka einen Stereo-Kassettenspieler in Taschengröße verlangt hatte.
Was daran neu war
Kennzeichnend ist, was das Gerät voraussetzte: gemeinsames Hören. Die 2 Buchsen und die HOT LINE waren dafür gebaut, und genau diese beiden Teile wurden nach Angabe des Design Museum später wieder entfernt, weil die Leute sie nicht benutzten. Darin liegt der Widerhaken: aus dem Gerät für zwei wurde das Sinnbild des Alleinhörens, und der Kopfhörer in der Öffentlichkeit, bis dahin als unhöflich angesehen, wurde allgemein hingenommen. Nach Angabe des Design Museum wurden in den ersten 2 Monaten über 50.000 Stück verkauft und seit 1979 über 400 Millionen Walkman insgesamt, davon 200 Millionen Kassettengeräte.

Was die Quellen offenlassen: Zum Namen: das Victoria and Albert Museum führt das Objekt als Stowaway, nennt im Text aber Soundabout als gewählten Namen und datiert es auf 1979 bis 1980; Akio Morita erklärte Walkman im April 1980 zum weltweiten Standardnamen. Der Datensatz beschreibt das Gerät als Recorder und Spieler, ohne das zu belegen, und erwähnt die 2 Buchsen und die HOT LINE nicht.

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