The Sixteen Steps

1980 · Programmable Rhythm Machine · Werk 1142 von 1.871

A music instrument shop in New York on a grey winter afternoon, electric guitars hanging soft on a pegboard wall, plain black amplifiers on a worn wooden floor, on a glass counter a flat drum machine about half a metre wide, its sloping anthracite grey panel between black side cheeks, rows of small black knobs with orange caps above pale cream strips, along the front sixteen rectangular step buttons, four red, four orange, four yellow, four cream-white, a large beige button at each end, a large black tempo knob at the left, every panel plain and unmarked, two hands in brown corduroy sleeves pressing the red buttons.

Wofür es benutzt wurde
Die TR-808 von Roland ist eine Rhythmusmaschine: Über eine Reihe von 16 farbigen Tasten setzten Musiker eigene Takte und speicherten sie. Roland baute sie von 1980 bis 1982, rund 12.000 Stück; nach Rolands eigener Darstellung galt sie nicht als kommerzieller Erfolg. Musiker fürchteten laut Smithsonian Magazine, sie mache Schlagzeuger arbeitslos. Ihren Klang verdankte sie Transistoren, die Roland als „out of specification“ aussortiert gekauft hatte; als der Typ 2SC828-R ausging, endete die Produktion. Gerade das Scheitern machte sie berühmt: Gebraucht kostete sie nach dem Smithsonian Magazine Mitte der 1980er 100 Dollar oder weniger statt anfangs 1.200, und junge Hip-Hop- und Elektronikmusiker griffen zu. Das Exemplar in The Henry Ford (2018.146.1) ist auf 1981 datiert und trägt ein 220-Volt-Typenschild; dazu gehört ein Wandler von 120 auf 240 Volt.
Was daran neu war
Rhythmusmaschinen gab es lange vorher; das Smithsonian Magazine nennt Theremins Rhythmicon von 1931 und den Wurlitzer Sideman von 1959. Muster speichern konnte schon Rolands CR-78 von 1978, nach Roland die erste Maschine der Firma, die Muster erzeugen und ablegen konnte. Neu an der 808 war nach Roland das Eingabeverfahren TR-REC mit den 16 Tasten, das die Firma bis heute verwendet. Den Klang erzeugte sie analog, weil Speicherchips für aufgenommene echte Trommeln damals zu teuer waren. Im selben Jahr 1980 brachte Roger Linn die LM-1 heraus, nach dem Smithsonian Magazine die erste Drum-Machine mit digital aufgenommenen echten Trommeln.

Was die Quellen offenlassen: Gut belegt durch Roland, Smithsonian Magazine und The Henry Ford. Das Produktionsende setzt Roland auf 1982, ein WePresent-Artikel auf 1983. Den Neupreis von 1.200 Dollar nennt das Smithsonian Magazine, nicht Roland. Das New Yorker Musikgeschäft im Bild stammt aus dem Bildentwurf.

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