1981 · Digital Audio Processor · Werk 1143 von 1.871
The nave of a stone church in Scotland on a dark winter evening, warm light from hanging lamps over empty wooden pews, at the back on a trestle table a flat grey metal box twenty-two centimetres wide, at its upper left a window with two horizontal rows of small glowing segments ending in short red fields, at its right two silver rotary knobs and one small orange button, small grey buttons and slide switches, every panel plain and unmarked, beside it a silver-grey portable video cassette recorder, a cable running along the stone floor to a tall microphone stand in the aisle, a hand turning one silver knob.
Wofür es benutzt wurde
Der PCM-F1 von Sony digitalisierte Ton und schrieb ihn auf einen gewöhnlichen Videorekorder. Gedacht war er nach der Zeitschrift Mix für Verbraucher, die zu Hause digital aufnehmen sollten; das Zwei-Geräte-System war bei ihnen unbeliebt, für 1.900 Dollar aber ein Erfolg in den Studios. Beworben wurde er nach dem Science Museum als „the smallest and lightest digital audio processor in the world“, passend zu Sonys tragbaren Betamax-Rekordern SL-F1 und SL-2000. Das Science Museum besitzt ein Stück von 1983 (2012-5118/536, 4,5 Kilogramm), das bei BBC Scotland im Einsatz war; nach dem Museum nutzte die BBC es wohl auch, weil es die analogen Recorder jener Zeit übertraf. Kopien und Sicherungen ließen sich nach Mix mit zwei Videorekordern leicht herstellen.
Was daran neu war
Digitaler Ton auf Videoband war 1981 nicht neu. Sony selbst nennt den PCM-1 von 1977 das erste Produkt, das zusammen mit einem Betamax-Rekorder digital aufnehmen und abspielen konnte, und brachte 1978 den PCM-1600 für Tonstudios mit U-matic-Rekordern. Neu am PCM-F1 war vor allem die Größe; 16 Bit beherrschte nach Sony schon das Studiogerät PCM-1610 von 1980. Von den konkurrierenden Prozessoren arbeiteten Mix zufolge die meisten nur mit 14 Bit, der PCM-F1 ließ sich zwischen 14 und 16 Bit umschalten. Seine Abtastrate lag wegen der Videotechnik bei 44,056 statt 44,1 Kilohertz. So wurde ein Gerät fürs Wohnzimmer zum Werkzeug der Profis.
Was die Quellen offenlassen: Gut belegt durch Science Museum, Mix (2007) und Sonys Geschichte der Profi-Tontechnik. Das Jahr 1981 nennen Mix und Sonys Geschichtsseite. Den Preis von 1.900 Dollar nennt nur Mix. Die schottische Kirche im Bild stammt aus dem Bildentwurf; das Science Museum sagt nur, dass das Stück bei BBC Scotland benutzt wurde.