The Learning Remote

1987 · Learning Universal Remote Control · Werk 1152 von 1.871

A wood-panelled den in a house in Los Gatos, California, late on an autumn afternoon, low golden sun through a sliding glass door, on the wide arm of a brown leather sofa a long T-shaped remote control of cream-white plastic, across its top a grey liquid-crystal window, faint and blank, below it rows of large light grey keys, plain and unmarked, a narrower block of keys toward a smooth battery cover, a thumb pressing one key, on a low glass table in front three slim black remote controls lying side by side, across the room a television, a video recorder and a stereo stack as dark boxes on a wooden cabinet.

Wofür es benutzt wurde
Die CORE (Controller of Remote Equipment) war eine Infrarot-Fernbedienung für mehrere Geräte zugleich, etwa Fernseher, Videorekorder und Stereoanlage. Gebaut hat sie CL 9, die Firma von Apple-Mitgründer Steve Wozniak; das Stück im Computer History Museum ist ein Modell UC-100 von 1987, mit der Ortsangabe Singapur. Das Patent von Wozniak und Charles H. Van Dusen (US 4.918.439, Priorität 23. Juni 1987, erteilt 17. April 1990) beschreibt die Arbeitsweise: Im Lernmodus empfängt ein Sensor das Signal, das nachgeahmt werden soll. Ein programmierbarer Zeitgeber schaltet Geräte zu gewählten Zeiten ein und aus, und über eine Halteschale ließ sich das Gerät seriell mit einem Heimcomputer verbinden.
Was daran neu war
Guinness World Records führt die CORE als erste Fernbedienung, die die Infrarotmuster anderer Fernbedienungen „lernen“ konnte. Belegt ist, was sie konnte: Das Patent beschreibt 16 Speicherseiten mit je 16 Tastenplätzen, also 256 Befehle, einen 8-Bit-Mikroprozessor und eine Echtzeituhr. Ein Erfolg wurde sie nicht. Nach Guinness lag das am Programmieraufwand und daran, dass die Kunden an getrennte Fernbedienungen gewöhnt waren; 1988 begann Wozniak, über den Verkauf von Technik und Patenten zu verhandeln. Die Firma Celadon wurde nach eigener Angabe 1991 gegründet, um Fertigung und Betreuung der CORE fortzuführen.

Was die Quellen offenlassen: Exemplar: CHM 102757060. Für den Vorrang nach Guinness fand sich keine zweite, unabhängige Bestätigung. Die Merkmale stehen in der Beschreibung des Patents, nicht in den Ansprüchen. Der Preis von 300 Dollar und der 6502-Prozessor stehen bei Audioholics; die Seite war gesperrt (HTTP 403), beides ist weggelassen. Ein früheres Universalgerät von Philips/Magnavox (1985) ließ sich ebenfalls nicht prüfen.

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