1951 · Mainframe Operator's Console · Werk 1161 von 1.871
The test floor of a computer factory in Philadelphia on a spring morning, daylight from tall windows, a broad desk two metres wide of brushed grey steel, three drawers on each side with chrome bar handles, on top a sloping silver-framed panel with a black field of small toggle switches and tiny lamps in rows, round coloured buttons at its upper left, a round meter with a blank white face, a keyboard in a recess under a raised metal hood, the whole panel plain and unmarked, only a woman's hand in a cardigan sleeve reaching in from the left edge to one switch, tall grey tape cabinets soft behind.
Wofür es benutzt wurde
Von diesem Pult aus bediente ein Operator die UNIVAC I: starten, unterbrechen, anhalten. Über die Tastatur gab er Befehle direkt in die Maschine; für Wartungsarbeiten ließ sich ein Oszilloskop anschließen (Computer History Museum). Das Pult von Remington Rand maß 50 × 82 × 34 Zoll und gehörte zu einer Anlage, die 29.000 Pfund wog und 125 kW aufnahm. Die erste UNIVAC I bestand ihre Abnahmeprüfung am 29./30. März 1951 für das US-Volkszählungsamt; bei General Electric, dem ersten gewerblichen Kunden, begann Mitte 1953 die Aufstellung einer Anlage für Lohn, Lagerbestand und Produktionsplanung; Ein- und Ausgabegeräte fehlten zunächst.
Was daran neu war
Kennzeichnend war die Zusammenfassung der Bedienung an einem Platz: Start, Halt und direkte Befehlseingabe über eine Tastatur, dazu ein Anschluss für das Oszilloskop des Technikers (Computer History Museum). Dieselbe Maschine konnte wissenschaftlich rechnen und kaufmännische Daten verarbeiten; Gleitkommarechnung lief dabei über Unterprogramme, nicht über eigene Schaltungen. Der Widerhaken: Die abgenommene erste Anlage blieb nach der Prüfung vom März 1951 noch fast ein Jahr im Werk stehen und wurde dort vom Volkszählungsamt betrieben; die Einweihungsfeier war am 14. Juni 1951. Insgesamt entstanden 46 Maschinen.
Was die Quellen offenlassen: Die Röhrenzahl ist strittig: Die bei ed-thelen zitierte Darstellung von George Gray nennt 5.200, eine zweite rund 13.000. Auch die Stückzahl 46 geht auf Gray zurück. Was das Pult im Einzelnen anzeigte, beschreibt keine der benutzten Quellen; das Computer History Museum nennt nur Start, Unterbrechung, Halt, Tastatur und den Oszilloskopanschluss. Einen Preis nennt nur das Computer History Museum: 950.000 Dollar.