1956 · Desk-Sized Drum Computer · Werk 1162 von 1.871
The drawing office of a bridge engineering firm in Southern California in late afternoon, warm sunlight in stripes through venetian blinds, against the wall a desk-high computer cabinet in grey-brown paint with a chrome strip and a black ventilation plinth, at its upper right a recessed panel with a row of pale keys, every key blank and every surface plain and unmarked, on a shelf at its left a grey typewriter terminal, paper tape curling down into a wire basket, two women operators seen from directly behind, faces turned fully away, in short-sleeved summer dresses, one typing, the other pressing a key on the sunken panel.
Wofür es benutzt wurde
Der LGP-30 war ein Rechner in der Größe eines Büroschreibtischs, der an eine normale Steckdose kam: 115 V, 60 Hz, 1.500 W bei Volllast, etwa 800 Pfund schwer, auf Rollen. Ein- und Ausgabe liefen über eine angebaute Flexowriter-Schreibmaschine mit Lochstreifen, rund 10 Zeichen in der Sekunde in beide Richtungen. Librascope baute die Maschine, Royal-McBee übernahm Programmierung, Verkauf und Schulung. Eingesetzt wurde er an Hochschulen — erster Rechner der University of Alberta, dazu Dartmouth —, bei Douglas Aircraft während der Erprobung der DC-8 und für artillerietechnische Rechnungen im Rock Island Arsenal. Die erste Lieferung war im September 1956, der Preis 47.000 Dollar.
Was daran neu war
Kennzeichnend war die Sparsamkeit der Schaltung: 113 Röhren für die Logik, ergänzt durch Diodenlogik, die Röhren einsparte (Caltech Magazine); dazu etwa 1.450 Dioden und eine Magnettrommel von 6,5 Zoll Durchmesser mit 4.096 Wörtern à 32 Bit, von denen 31 Daten tragen. Entworfen hatte den Rechner 1954 Stanley Frankel am Caltech; Librascope lizenzierte den Entwurf und stellte Frankel ein. Der Widerhaken: Ein Gerät für 47.000 Dollar gab seine Ergebnisse mit etwa 10 Zeichen in der Sekunde über eine Schreibmaschine aus, und das war im Grundausbau der einzige Druckweg.
Was die Quellen offenlassen: Die Zahlen gehen auseinander: 1.450 Dioden in der Gerätebeschreibung, 1.350 in der Bestandsaufnahme von 1981; die Stückzahl reicht von 320 bis 493 (Inventar 1981) bis etwa 500 (Angabe Prof. Smilie), beide bei ed-thelen zitiert; das Caltech Magazine nennt über 500 verkaufte Geräte.