The Red Wiring

1959 · Transistorised Mainframe · Werk 1164 von 1.871

An exhibition stand in a trade fair hall in Hannover on a bright spring day, daylight from a high glass roof onto pale grey carpet, behind a low chrome rail a computer cabinet one metre seventy high with a light grey rounded frame, a large glass pane and a dark plinth, behind the glass ten rows of plug-in circuit cards with dense bundles of red and white wires, a small blue component at the top, at the front right a clear acrylic box holding a brown-green circuit board with white wires hanging down, the cabinet plain and unbadged, visitors in grey suits and hats seen from directly behind, faces turned fully away.

Wofür es benutzt wurde
Die Siemens 2002 war die erste in Serie gebaute Transistor-Rechenanlage von Siemens & Halske. Entwickelt wurde sie ab März 1954 unter dem Physiker Hans Kaufmann mit den Ingenieuren Hans und Robert Piloty; 1956 gab es ein Versuchsgerät, 1959 führte Siemens die Anlage auf der Hannover-Messe vor, mit Lochstreifenleser und einem Bildschirm, auf dem ein Elektronenstrahl Linien und Kurven zeichnete. Der Grundausbau hatte 2.000 Kernspeicherwörter von 52 Bit, die Trommel 10.000 Wörter; eine Addition dauerte 90 Mikrosekunden, eine Multiplikation 1 Millisekunde. Bis zum Produktionsende 1966 wurden 42 Anlagen ausgeliefert, der Preis lag zwischen 1,5 und 2,5 Millionen DM (HNF).
Was daran neu war
Kennzeichnend war der Übergang zur zweiten Rechnergeneration: Transistoren statt Röhren in einer Anlage, die Siemens in Serie verkaufte und die in den Haussprachen PROSA und MAGNUS, später in ALGOL programmiert wurde. Der Widerhaken liegt in der Kundschaft: Den ersten Auftrag gab im März 1958 nicht die Industrie, sondern die Deutsche Forschungsgemeinschaft — 3 Anlagen für die Hochschulen in Aachen, Tübingen und West-Berlin. Und von den 42 gebauten Maschinen nutzte Siemens selbst ein gutes Dutzend, also knapp ein Drittel der Serie.

Was die Quellen offenlassen: Der Titel nennt kein Modell; Jahr 1959 und die Gattung "transistorisierte Großrechenanlage" führen auf die Siemens 2002, deren Bedienpult im ZCOM Hoyerswerda steht. Trifft das Bild eine andere Anlage, muss der Text ersetzt werden. Die Taktfrequenz nennt das HNF nicht.

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