The Copper Console

1962 · Supervisor Mainframe Console · Werk 1170 von 1.871

A university computer room in London on a rainy winter morning, grey daylight from tall windows, an engineers' console a metre and a quarter tall, a grey steel table on two skid feet with a black sloping work surface, on it an upright box in an aluminium frame with two chrome handles, its front copper-coloured, at the top three rows of square milky-white keys glowing with small yellow and red bars, below two rows of yellow and red toggle keys and a key switch, every surface plain and unmarked, a hand in a brown tweed sleeve pressing a yellow toggle key, a folded sea chart edge-on, grey cabinets soft behind.

Wofür es benutzt wurde
Atlas war die Rechenanlage, die am 7. Dezember 1962 an der Universität Manchester von Sir John Cockcroft eingeweiht wurde und damals als leistungsfähigster Rechner der Welt galt. Entwickelt hatte sie ein Team um Tom Kilburn von 1956 bis 1962, ab 1959 zusammen mit der Firma Ferranti. Die Entwurfsvorgabe lag bei knapp 1 Mikrosekunde je Befehl, also etwa 1 Million Befehlen in der Sekunde. Nach einer von der Universität Manchester wiedergegebenen Behauptung habe die erste Anlage die wissenschaftliche Rechenkapazität Großbritanniens etwa verdoppelt. Zwischen 1962 und 1966 wurden 6 Anlagen Atlas 1 und Atlas 2 geliefert.
Was daran neu war
Sehr fortschrittlich war 1960 die Arbeitsteilung zwischen Maschine und Programm: Der Supervisor steuerte den Arbeitsfluss durch die Anlage. Das Centre for Computing History nennt Atlas wahrscheinlich den ersten Rechner mit einem Betriebssystem im heutigen Sinn und den Supervisor umfassender und ehrgeiziger als alles damals Vorhandene. Dazu kam der one-level store: Das Betriebssystem verschob Programm- und Datenblöcke zwischen Haupt- und Hintergrundspeicher, ohne dass der Programmierer das einplanen musste — heute heißt das virtueller Speicher. Der Widerhaken: Von der Hardware wurden 6 Maschinen geliefert, die Idee bekam eine Tafel — der IEEE-Milestone von 2022 für "Atlas Computer and the Invention of Virtual Memory, 1957-1962".

Was die Quellen offenlassen: Das Bedienpult selbst beschreibt keine benutzte Quelle; die Manchester-Seite erwähnt nur, dass die "Atlas Bible" die Anordnung der Ingenieurkonsole behandelt. Der Satz von Hugh Devonald (Ferranti, 1962) über den Supervisor ist hier bewusst nicht als Zitat geführt, weil die Originalveröffentlichung nicht auffindbar war. Kosten und Stromaufnahme nennen die Quellen nicht.

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