1962 · Laboratory Instrument Computer · Werk 1173 von 1.871
A neurophysiology laboratory near Washington late in the evening, a single desk lamp and the green glow of a small screen, on a black laboratory bench two stacked grey sheet-metal boxes on a pale base plate, the upper one with a small square screen in a metal frame showing a soft green curve, black knobs at its left and right, the lower one a control panel with rows of small rectangular indicator lamps, rows of toggle switches and two black levers, every surface plain and unmarked, cables running to an amplifier and a metal electrode stand, a hand in a white laboratory coat sleeve flipping a toggle switch, half-closed blinds.
Wofür es benutzt wurde
Der LINC war ein Rechner für das Labor: Tastatur und Bildschirm am Arbeitsplatz, Programmieren mit sofortiger Rückmeldung auf dem Bildschirm, ohne Lochkarten und ohne große Timesharing-Anlagen (The Henry Ford). Gebaut wurde er von Wesley A. Clark und Charles Molnar am Lincoln Laboratory des MIT; der erste Rechner lief 1962. Eingesetzt wurde er für EEG-Daten in Echtzeit, Messungen an Nervensignalen und am Blutfluss im Gehirn und akustische Versuchsdaten — Molnar untersuchte die Mechanik des Innenohrs — sowie später Bestrahlungsplanung, Überwachung von Herzrhythmusstörungen und die Darstellung radiologischer Daten. Zubehör waren 2 Bandlaufwerke, eine erweiterte Registeranzeige und ein Oszilloskopanschluss.
Was daran neu war
Entscheidend war nicht die Rechenleistung, sondern der Zugriff: Der Forscher konnte einen laufenden Versuch nach der Auswertung der Daten ändern, statt erst Tage später zu wissen, was er hätte tun sollen (Washington University). Clarks Entwurf, 1961 der Leitung vorgeführt, war auf unter 25.000 Dollar angelegt; die Handelsversion kostete 1964 dann 43.000 Dollar je Gerät. Der Widerhaken: Die ersten 12 Geräte entstanden im Sommer 1963 in einem von den National Institutes of Health getragenen Bewertungsprogramm — die Empfänger mussten einen Monat lang am MIT lernen, ihre Maschine selbst zu bauen und zu warten. Die ersten Nutzer mussten also erst Gerätebauer werden.
Was die Quellen offenlassen: Die Gesamtstückzahl nennt keine der benutzten Quellen; The Henry Ford gibt nur die ersten 12 Geräte von 1963. Molnars Satz über den größeren Einfluss des Forschers auf den Versuch steht hier bewusst ohne Anführungszeichen, weil nur eine Mitteilung der Washington University und keine Originalveröffentlichung vorlag.