1962 · Transistor Business Computer · Werk 1174 von 1.871
The computer room of a shipyard in southern Sweden late on a light summer evening, low golden sun through a tall window with the plain red hull of a tanker on the slipway outside, four light grey tape units, each behind a glass window with two open reels turning above a white head block, each cabinet front plain and unmarked, in front a sloping light grey console with small rectangular display windows and groups of blank keys, a typewriter with blank fanfold paper falling behind it, a hand in a rolled white shirt sleeve lifting a reel of tape from its clear plastic case, a row of tall grey cabinets soft behind.
Wofür es benutzt wurde
Die D21 war der erste einer Reihe von Großrechnern aus der zivilen Rechnersparte von Saab, später Datasaab. Nach dem Tekniska museet war sie 1962 fertig, gedacht für Verwaltungsdatenverarbeitung wie für technisch-wissenschaftliche Rechnungen; die 32 gebauten Anlagen gingen an Unternehmen und Behörden. Den Vertrag über die erste D21 schloss Saab nach eigener Darstellung Ende 1960 mit Skandinaviska Elverk. Der Verein Datasaabs Vänner zeigt Zeichnungen eines Tankers, der Mitte der 1960er Jahre auf der Kockums-Werft gebaut wurde; sie seien mit der D21 entstanden. Das Museumsstück, 1974 dem Tekniska museet geschenkt, wurde dort lange in betriebsfähigem Zustand vorgeführt.
Was daran neu war
Den späteren Zuschlag in den Provinzverwaltungen führt Saab auf die Architektur zurück, auf die Art, wie die Software den Speicher nutzte, auf das Bandsystem und auf die Servicezusagen. Bewähren musste sie sich gegen IBM: Nach Saabs Darstellung sollten zwanzig Län Melderegister und Steuererhebung auf Rechner umstellen, und ein Regierungsausschuss hatte schon eine IBM-Anlage für über 50 Millionen Kronen bestellt; die Begründung wurde als streng geheim eingestuft. 1963 entschied Finanzminister Gunnar Sträng, dass die Provinzverwaltungen beide Systeme testen. Nach einigen Jahren war die D21 laut Saab klar besser, die Regierung setzte dort nur noch Saab-Rechner ein, und 1969 war der „Computerkrieg“ zu Ende.
Was die Quellen offenlassen: Exemplar: Tekniska museet TEKS0041633; Herstellungsort laut Museum Trollhättan, Datasaabs Vänner zeigt eine D21 in Linköping. Der „Computerkrieg“ stammt aus einem Saab-Artikel (12.12.2017) und ist nicht unabhängig bestätigt; wie viele D21 in den Provinzverwaltungen standen, sagt er nicht. Die Kockums-Zeichnungen belegt nur eine Bildunterschrift von Datasaabs Vänner. Eine technische Erstleistung der D21 belegen die geöffneten Quellen nicht.