1963 · Transistor Desk Computer · Werk 1176 von 1.871
An engineer's office at a university in Dresden on a snowy afternoon, bluish window light and a green-shaded desk lamp, on a wooden desk a computer fifty-eight centimetres wide in pale grey brushed sheet metal, its front a dark petrol-blue panel, at the upper left two paper tape spools, one clear, one wound with salmon-pink tape, two black empty spools below, at the upper right a dark blue box, below it two rows of round grey and yellow lamp buttons, at the bottom a projecting grey ledge of dark brown cube keys, every surface plain and unmarked, a hand pressing a brown key, a curl of pink tape over the desk edge.
Wofür es benutzt wurde
Control Data baute den transistorisierten 160-A in ein Gehäuse von Schreibtischgröße: 36 x 61,5 x 30 Zoll, 8K Worte Kernspeicher, 90.000 Dollar nach Angabe des Computer History Museum, mehr als 400 gebaute Geräte. In der Februarausgabe 1963 von "Computers and Automation" bewarb CDC ihn nicht als Rechner für Wissenschaft, sondern als Vorschaltgerät: ein 160-A sollte off-line 4 Drucker mit bis zu 4000 Zeilen je Minute versorgen und gleichzeitig Karten auf Band umsetzen. Die System Development Corporation in Santa Monica verzeichnete im Februar 1963 in einem Handbuch alle 160-A-Routinen ihres Programmentwicklungszentrums; das Handbuch diente zugleich als Schulungshilfe für neues Personal. Der Widerhaken steckt in der Herkunft: entworfen wurde das Gerät, um ein Ein-/Ausgabeproblem von CDCs großem 1604 zu lösen, verkauft wurde es als eigener Rechner - und Douglas W. Jones zählt es zu den wichtigsten Vorläufern des PDP-8.
Was daran neu war
Kennzeichnend war die Verpackung, nicht die Rechenkunst: ein vollständiger speicherprogrammierter Rechner im Format eines Doppelschreibtischs statt eines Schranks im Rechenzentrum. Für Multiplikation und Division führt die Routinenbibliothek der System Development Corporation vom 8. Februar 1963 Unterprogramme; die Ganzzahldivision arbeitet mit wiederholter Subtraktion. Der erste Transistorrechner auf dem Markt war nicht einmal der Vorgänger 160: Halbleitermaschinen wie der RECOMP II von Autonetics (erste Installation 11/1958), der General Electric 210 (7/1959) und die DEC PDP-1 (12/1959) standen vor dem CDC 160 (5/1960) bei Kunden.
Was die Quellen offenlassen: Die Zuordnung von Jahr und Technik zu diesem Werk stützt sich auf den CDC 160-A; das CHM gibt als Einführungsjahr 1961 an, 1963 ist das Jahr der Anzeige und der Nutzerunterlagen. Preise gehen auseinander: 90.000 Dollar (CHM), 110.000 Dollar (Erinnerung eines Nutzers bei Jones). Der Zensus von "Computers and Automation" zählt am 20. Januar 1963 215 Anlagen 160/160-A. Jones' Vermutung, 160 oder PDP-1 sei der erste Transistorrechner am Markt gewesen, widerlegt derselbe Zensus.